Verband der Deutschen Aussenwirtschaft

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DIHK: Unternehmen finden keine Nachfolger PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 26 June 2019 03:56
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Immer mehr Unternehmer finden in Deutschland keinen Nachfolger. "Jedes Jahr stehen in Deutschland rund 30.000 Übergaben von wirtschaftlich gut laufenden Unternehmen an. Trotzdem fehlt selbst für diese Betriebe oft ein geeigneter Nachfolger", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Eric Schweitzer, der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstagsausgabe).

"In den Beratungen der Industrie- und Handelskammern sucht derzeit fast jeder zweite Inhaber noch den passenden Kandidaten. Diese Entwicklung setzt nicht zuletzt Arbeitsplätze und Wohlstand aufs Spiel", sagte der DIHK-Präsident anlässlich des Aktionstages des Verbandes zur Unternehmensnachfolge am kommenden Freitag. Für findige und unternehmerisch denkende Persönlichkeiten könne die Übernahme eines Unternehmens eine gute Alternative sein, die Eigenverantwortung, Gestaltungsmöglichkeiten und Innovationschancen biete, warb Schweitzer.

"Wir sollten deshalb mehr junge Menschen für eine Unternehmensnachfolge interessieren und es insgesamt attraktiver machen, einen Betrieb zu übernehmen", sagte der DIHK-Präsident. Es sei kein gutes Zeichen, dass ein Fünftel der von den Handelskammern beratenen Senior-Unternehmer sich heutzutage nicht mehr selbstständig machen würden. "Wir brauchen daher in Deutschland mehr Unternehmergeist, schon in der Schule, und ein innovationsfreundliches Klima mit schnellem Internet, fairen und mittelstandsfreundlichen Unternehmens- und Erbschaftssteuern und deutlich weniger Bürokratie", so Schweitzer.

 
FDP-Chef kündigt rasche Verfassungsklage gegen Soli-Beschluss an PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 26 June 2019 03:55
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die FDP will gegen die jüngste Vereinbarung der Großen Koalition, den Solidaritätszuschlag ab 2021 nur für 90 Prozent der Steuerzahler abzuschaffen, so schnell wie möglich eine Klage beim Bundesverfassungsgericht einreichen. "Sobald die rechtlichen Voraussetzungen für eine Klage bestehen, werden wir klagen. Verfassungswidrige Sondersteuern sind inakzeptabel", sagte Lindner dem Nachrichtenmagazin Focus.

Der FDP-Chef bezeichnete die geplante Abschaffung des Soli für 90 Prozent als "rhetorischer Trick, den die CDU uns schon während der Jamaika-Gespräche aufgetischt hatte". Zur Begründung sagte der FDP-Chef, die von der Großen Koalition Entlasteten würden nur die Hälfte des Soli-Aufkommens zahlen. "Die andere Hälfte wird von Mittelstand, Handwerk und Wirtschaft getragen, die dringend eine Entlastung für Investitionen brauchen."

 
Investor-Relations-Arbeit im Mittelstand PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 19 June 2019 02:47
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Nachhaltigkeitsbericht gewinnt an Bedeutung – Konferenzen weiterhin bliebt

In den Fokus von Investoren zu kommen und zu bleiben ist aufgrund der Vielzahl von Investmentmöglichkeiten am Kapitalmarkt eine nachhaltige Herausforderung für die IR-Abteilungen börsennotierter Unternehmen. Gerade für mittelständische börsennotierte Unternehmen ist die Investor-Relations-Arbeit deshalb mit Blick auf die Umsetzung einer erfolgreichen Kapitalmarktstrategie von essenzieller Bedeutung. Eine aktuelle Studie zeigt, worauf es in der IR-Arbeit von heute ankommt.

Seit 2007 befragen wir jährlich den deutschen börsennotierten Mittelstand zu seiner IR-Arbeit und den dabei verwendeten Instrumenten. Die diesjährige Umfrage, die im Zeitraum von März bis Mai 2019 vorgenommen wurde, aktualisiert die Befragungen aus den Jahren 2007 bis 2018.

IR-Arbeit bleibt auch 2019 im eigenen Haus

Wie bereits in den Vorjahren wird die IR-Arbeit hauptsächlich inhouse betrieben. In 67% der Unternehmen liegt die Zuständigkeit bei einem hauseigenen IR-Mitarbeiter oder einer IR-Abteilung (Vorjahr: 53%). Ein Drittel der Vorstände (28%) nimmt diese wichtige Aufgabe selbst wahr (Vorjahr: 34%); nur ca. 5% der befragten mittelständischen Unternehmen nutzen das Know-how eines externen IR-Dienstleisters (Vorjahr: 13%).

IR-Budgets sollen bei 24% der Unternehmen steigen

Die IR-Budgets sollen laut Umfrage zwar bei der Mehrheit der Unternehmen konstant bleiben, so die Aussage von 67% der Befragten (Vorjahr: 70%). Zudem planen aber 24% der Unternehmen weitere Steigerungen (28%). 10% (Vorjahr: 2%) der befragten Unternehmen planen eine Senkung der Budgets und damit eine Einsparung der IR-Ausgaben. In die Investorenarbeit wird damit weiterhin investiert und die Ausgaben bleiben auf hohem Niveau. Bei 10% der Befragten liegt das IR-Budget bei über 500.000 EUR, bei 8% sogar oberhalb der 1 Mio. EUR.

Analysten und institutionelle Investoren im Zentrum

Analysten und institutionelle Investoren stehen gemäß unserer Umfrage weiterhin im Zentrum der IR-Arbeit: Die beiden Zielgruppen wurden von 92% bzw. 90% der Befragten als äußerst wichtig eingestuft. Eine negative Tendenz hat sich hingegen bei der Zielgruppe der Journalisten hinsichtlich der Bedeutungseinschätzung ergeben – hier ist der Umfragewert von 76% auf 66% gefallen.

Die IR-Zielgruppe „private Investoren“ hat in der aktuellen Umfrage einen identischen Wert zum Vorjahr mit 74%. (Einschätzung: „wichtig“).

Konferenzen und One-on-one-Meetings wichtigste IR-Instrumente

Investoren- bzw. Analystenkonferenzen sowie organisierte One-on-one-Meetings auf Konferenzen haben auch in unserer IR-Umfrage 2019 erneut ihre Top-Position behauptet und sind in diesem Jahr wieder die beliebtesten IR-Instrumente des deutschen börsennotierten Mittelstands. Diese wurden beide von 86% bzw. 92% (Vorjahr: 89% bzw. 88%) der IR-Verantwortlichen als „wichtig bis hin zu sehr wichtig“ eingestuft und erzielen damit Spitzenwerte.

Nationale Roadshows, die also in Deutschland stattfinden, wurden von 80% der Befragten (Vorjahr: 77%) als wichtig eingestuft. Webpräsentationen sind mit 54% genau identisch zum Vorjahr. Telefonkonferenzen sind mit 72% ebenfalls sehr nah am Ergebnis 2018 (Vorjahr: 73%). Das Thema Nachhaltigkeitsbericht gewinnt stark an Bedeutung, so wird dieser hinsichtlich der „zukünftigen Bedeutung“ von 46% der Befragten als „wichtig bis hin zu sehr wichtig“ bewertet. Im Vorjahr belief sich diese Zahl auf nur 24%.

 
Umfrage: Mittelständler schlecht gerüstet gegen Cyberangriffe PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 19 June 2019 02:49
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Viele mittelständische Betriebe in Deutschland sind gegen Cyberangriffe schlecht gerüstet. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa unter 300 Entscheidern im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor, über die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Donnerstagausgaben) berichten. Demnach nutze nur jeder sechste Betrieb zehn einfache Schutzmaßnahmen wie regelmäßige Aktualisierungen von Virenscannern, Datensicherungen oder personalisierte Passwörter für Mitarbeiter.

Bei 35 Prozent der befragten kleinen und mittleren Betriebe seien es acht oder neun der Basisschutzmaßnahmen, bei 27 Prozent sechs oder sieben. Jeder fünfte Mittelständler habe jedoch nicht einmal die Hälfte der zehn Sicherungsmaßnahmen umgesetzt, berichten die Zeitungen weiter. "Es ist geradezu fahrlässig, wie der Mittelstand mit seiner IT-Sicherheit umgeht", sagte der GDV-Cyberversicherungsexperte Peter Graß.

Weil "immer mehr Betriebe von funktionierenden Computersystemen abhängig" seien, sollten "Mittelständler mindestens die einfachsten Sicherheitsregeln befolgen", so der Experte weiter. In 20 Prozent der befragten Betriebe erhalten laut der Umfrage nicht nur Administratoren die entsprechenden Rechte an den IT-Systemen. 32 Prozent der Mittelständler machten keine wöchentliche Datensicherung.

Auch persönliche Zugänge für jeden Mitarbeiter (31 Prozent), eine erzwungene Mindestlänge von Passwörtern (26 Prozent) oder Aktualisierungen von Virenscannern (36 Prozent) fehtlen in vielen kleinen und mittleren Betrieben, berichten die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" unter Berufung auf die GDV-Umfrage. 24 Prozent der mittelständischen Unternehmen hätten bereits Schäden durch Cyberangriffe erlitten. In vier von zehn Fällen sei dadurch der Betrieb lahmgelegt worden.

Bei einem mehrtägigen Ausfall der Unternehmens-IT sähen sich 63 Prozent der Mittelständler sehr stark oder eher stark eingeschränkt, berichten die Zeitungen weiter.

 
Mittelstand kämpft gegen große Finanzierungslücke PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 19 June 2019 02:44
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Vor allem Unternehmen mit schlechterer Bonität ringen immer mehr um nötige Bankkredite. Laut einer Studie klafft derzeit eine Finanzierungslücke in Europa von rund 400 Milliarden Euro. KMU-Kreditfonds könnten helfen.

Wie der Kreditversicherer Euler Hermes in einer aktuellen Studie herausfand, verteuern Bankregulierungen wie Basel III oder Umsetzung von Basel IV die Finanzierungskosten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit unterdurchschnittlicher Kreditwürdigkeit. Wie das Unternehmen zusammen mit Trib Rating, einer Gruppen-Tochter, und der Ratingagentur Moody's ermittelt hat, fehlen dem Mittelstand in Europa aktuell 400 Milliarden Euro für Investitionen, Innovationen und Expansion.

Mindest-Kapitalanforderungen steigen

Mit der strengeren Bankenregulierung steigen demzufolge etwa die Mindest-Kapitalanforderungen von acht auf 10,5 Prozent. "Dies könnte zu einem Anstieg der Finanzierungskosten um schätzungsweise mehr als 100 Basispunkte führen, das ist über ein Prozent", so Kai Gerdes, Direktor Analyse bei Euler Hermes Rating. "Das bringt viele dieser Unternehmen unter Zugzwang, denn europäische Mittelständler sind mit 70 Prozent besonders stark von einer Bankenfinanzierung abhängig."

Auch der KMU-Unterstützungsfaktor hilft den Unternehmen laut Analyse nur wenig. Er wurde 2013 eingeführt, um die Eigenmittelvorschriften der Banken für das Kreditrisiko von Risikopositionen gegenüber KMUs zu erleichtern. Allerdings greift er nur bei kleineren Krediten unterhalb der Grenze von 1,5 Millionen Euro. In der Eurozone insgesamt entfielen nur etwa 30 Prozent aller neu vergebenen Kredite in diese Kategorie. In Deutschland seien es gar nur 18 Prozent. Hoffnungen soll die "EU Capital Markets Union" (CMU) machen, eine Initiative der Europäischen Union zur ausreichenden Finanzierung des europäischen Mittelstands. Diese soll bis Oktober 2019 vollständig umgesetzt sein. Doch glauben die Studien-Experten nicht an eine schnelle Wirkung der Maßnahmen.

Kreditfonds als Finanzierungsalternative

Sie gehen vielemehr davon aus, dass alternative Finanzierungsformen weiter in den Fokus der KMU rücken. Hierzu gehörten unter anderem alternative Investmentfonds. "Gerade KMU sind für Investoren sehr attraktiv, auch wenn sie wesentlich höhere und komplexere Kreditrisiken als multinationale Unternehmen haben", sagt die Analyse. Auch private Investoren könnten sich stärker für den Mittelstand interessieren. Bei einer Sparrate von 12,1 Prozent in Europa stünden etwa 860 Milliarden Euro Kapital pro Jahr zur Verfügung, von denen rund 30 Prozent in Wertpapiere fließen. Ein Viertel dieser Summe in Kreditfonds für KMU angelegt, würde laut Studien-Experten einen Teil der Finanzierungslücke schließen.

 
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