Verband der Deutschen Aussenwirtschaft

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Krisen, Terror, Nationalismus: BGA blickt sorgenvoll auf das Jahr 2016 PDF Print E-mail
Friday, 15 January 2016 18:47
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Berlin (ots) - "Der Großhandel wie Deutschland insgesamt steht vor einem äußerst heraus-fordernden Jahr 2016. Nicht nur national sind der Flüchtlingszustrom und die Terrorgefahr gewaltige Aufgaben. Die größte Gefahr sehe ich aber im Unwillen und Unvermögen Europas, die Ursachen der Euroschuldenkrise endlich konsequent anzugehen. Das Öffnen der Geldschleusen durch Herrn Draghi und die EZB hat die Zerreißprobe für Europa bislang zwar vertagt. Jedoch sind die nach wie vor mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und die anhaltenden unsoliden Staatsfinanzen auch großer Euroländer das Einfallstor für Populisten und Nationalisten und befördern die innere Erosion Europas. Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin anlässlich der Vorstellung der aktuellen Unternehmensbefragung des Verbandes.

Großhandelsklima: Unternehmen stellen sich auf gedämpfte Konjunktur ein

Der Großhandelsindikator liegt nun bei knapp über 120 Punkten. Die aktuelle Geschäftslage hat dabei um 4,4 Punkte nachgegeben und liegt nun bei knapp unter 120 Punkten. Die Geschäftserwartung, die sogar etwas stärker nachgegeben und mehr als 6 Punkte verloren hat, liegt nun bei über 120 Punkten.

 

Obwohl es den Unternehmen gelang, 2015 mehr Waren zu verkaufen, konnte der Vorjahresumsatz trotzdem nicht ganz gehalten werden. Auch für 2016 erwartet der BGA keine Trendwende, weder nach oben noch nach unten, und rechnet mit einer robusten und zugleich kraftlosen Entwicklung im Großhandel. Konkret schlägt sich dies aufgrund der rückläufigen Preisentwicklung im Großhandel 2015 in einem Rückgang der nominalen Umsätze von 1 Prozent auf nominal 1.120 Milliarden Euro nieder, trotz eines kleinen realen Plus von 0,3 Prozent. Für das neue Jahr 2016 geht der BGA davon aus, dass der Großhandel seine Umsätze halten kann und wiederum Güter und Dienstleistungen in einem Wert von 1.120 Milliarden Euro nominal verkaufen kann. Nachdem im vergangenen Jahr die Zahl der Beschäftigten um 11.000 Personen angestiegen ist, rechnet der BGA für 2016 mit mehr als einer Halbierung und allenfalls mit 5.000 neuen Jobs. Mit einem neuen Beschäftigungsrekord von dann 1,932 Millionen Menschen gehört der Groß- und Außenhandel weiterhin zu den größten Arbeitgebern.

Last Updated on Friday, 15 January 2016 18:50
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GTAI macht US-Investoren Ostdeutschland als Investitionsstandort schmackhaft PDF Print E-mail
Saturday, 02 January 2016 11:23
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Berlin, Orlando, Tampa (gtai.de) - Auf den ersten Blick scheinen die Unternehmen Ebay und Harry’s nicht mehr als eine US-amerikanische Herkunft außerhalb ihres Heimatlandes gemeinsam zu haben. Doch der E-Commerce Gigant und das Start-up für Rasierklingen haben eine weitere Gemeinsamkeit: Beide Unternehmen haben innerhalb der letzten 24 Monate größere Summen für Übernahmen oder Investitionen in den neuen Bundesländern getätigt. So errichtete Ebay ein komplett neues Logistikzentrum in Halle, um die Präsenz des Konzerns in der Region zu stärken. Für große Schlagzeilen sorgte auch das US-Startup Harry’s, das rund 100 Millionen Euro in die Übernahme eines Rasierklingenherstellers in Thüringen investierte.

Ostdeutschland hat sich 25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung zu einem attraktiven Standort für ausländische Investoren entwickelt. US-Unternehmen schätzen die strategisch günstige Lage in der Mitte Europas. Insbesondere die High-Tech-Branche boomt: „Die High-Tech-Industrie in Ostdeutschland steht für eine herausragende Erfolgsgeschichte, an der noch mehr US-amerikanische Unternehmen teilhaben können“, sagt Max Milbredt, Investor Consultant bei Germany Trade & Invest. „Die zahlreichen Bildungs- und Forschungseinrichtungen in den neuen Bundesländern pflegen enge Kontakte zur ansässigen Wirtschaft und bieten eine ideale Grundlage für die Entstehung von innovativen Geschäftsideen.“

Last Updated on Saturday, 02 January 2016 11:24
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DIHK unterstützt freiwillige Selbstzertifizierung im Rohstoffhandel PDF Print E-mail
Saturday, 12 December 2015 19:04
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(dihk.de) - In Krisengebieten, sei es in Afrika oder aktuell im Nahen Osten, werden immer wieder Erlöse aus dem Rohstoffhandel genutzt, um bewaffnete Gruppen und Bürgerkriege zu finanzieren. Um diesen Mechanismus zu durchbrechen, haben Politik und Zivilgesellschaft eine Reihe von Programmen vor Ort eingeführt, beispielsweise zur Korruptionsbekämpfung und Zertifizierung von Rohstoffminen in Afrika. Auch Industrie-Initiativen wie das „Conflict Free Smelter Program“ wurden ins Leben gerufen.

Zivilgesellschaft und Politik fordern, dass die Wirtschaft in diesem Bereich noch mehr Verantwortung übernimmt. Diese Forderung will die Europäische Union mit einem Gesetz untermauern. Die EU-Kommission hat 2014 den Entwurf einer Verordnung vorgelegt, die eine freiwillige Selbstzertifizierung für Importeure der sogenannten Konfliktmineralien Zinn, Tantal, Wolfram und Gold vorsieht. Diese Verordnung wird nun zwischen den EU-Institutionen Kommission, Parlament und Rat diskutiert. Dem Europäischen Parlament geht sie nicht weit genug: Die Parlamentarier fordern verbindliche Regeln zur Offenlegung der Lieferketten vom Importeur bis zum Endproduzenten.

Die Bundesregierung hat sich nach der EU-Parlamentsentscheidung von einem freiwilligen Ansatz, wie er ursprünglich in der Koalitionsvereinbarung von Union und SPD vorgesehen war, abgewandt und spricht sich nun ebenfalls für eine verbindliche Regelung aus. Der DIHK sieht einen verpflichtenden Ansatz entlang der gesamten Lieferkette sehr kritisch und unterstützt den Vorschlag der EU-Kommission.

 

Die USA haben 2010 mit dem Dodd-Frank-Act US-börsennotierte Unternehmen zur Offenlegung verpflichtet, ob ihre Produkte die vier Konfliktmineralien enthalten und ob diese aus der Demokratischen Republik Kongo oder den Nachbarländern stammen. Um diese Berichtspflicht zu erfüllen, sind die betroffenen Unternehmen gezwungen, die Frage durch ihre Lieferkette hindurch an ihre Zulieferer weltweit „durchzureichen“. Eine Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe zeigt, dass die Beantwortung vor allem kleine und mittlere Betriebe in der gesamten Lieferkette vor sehr große Herausforderungen stellt.

Last Updated on Saturday, 12 December 2015 19:06
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Umfrage der AHK: Deutsche Wirtschaft vor Ort leidet unter Russland-Sanktionen PDF Print E-mail
Saturday, 19 December 2015 22:07
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(dihk.de) - Die EU-Sanktionen gegen Russland sind für die vor Ort aktiven deutschen Unternehmen schmerzlich. Bereits jetzt spüren zwei von drei Betrieben die negativen Folgen der Strafmaßnahmen, wie eine aktuelle Umfrage der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) Russland zeigt.

"Die deutsche Wirtschaft leidet in Russland, und sie leidet sehr deutlich", sagte AHK-Präsident Rainer Seele, der die Erhebung unter den 850 AHK-Mitgliedern heute gemeinsam mit Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), in Berlin vorstellte. "Der Markt kommt erst 2017 wieder richtig in Schwung."

Nach Einschätzung des DIHK dürften sich die deutschen Exporte nach Russland in diesem Jahr auf rund 20 Milliarden Euro belaufen. "Das ist fast schon eine Halbierung verglichen mit 2013", betonte Volker Treier in Berlin. Für 2016 sei ein weiterer Rückgang der Warenexporte um rund fünf Prozent zu erwarten.

 

Knapp jedes zweite Unternehmen vor Ort sei von Beschränkungen am Finanzmarkt betroffen, berichtete Treier, jedes vierte bekomme firmenbezogene Sanktionen zu spüren, ebenfalls jedes vierte Einschränkungen bei Dual-use-Gütern. Seit dem Start der Sanktionen im März 2014 hat gut die Hälfte der Befragten Umsatzeinbußen erlitten; bei 13 Prozent der Unternehmen lag der Rückgang über 50 Prozent.

Last Updated on Saturday, 19 December 2015 22:08
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Großbritannien: Deutschland und deutsche Produkte beliebt wie nie zuvor PDF Print E-mail
Friday, 27 November 2015 10:14
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London (gtai) - Die Reputation von aus Deutschland stammenden Waren und Dienstleistungen ist im Vereinigten Königreich unverändert gut. Bereits seit mindestens 110 Jahren verbinden viele Briten vor allem Qualität und Zuverlässigkeit mit deutschen Erzeugnissen. Laut einer Umfrage der AHK London hat die Fokussierung der deutschen Firmen auf den Faktor Qualität in den vergangenen Jahren weiter zugenommen. Bei erneuerbaren Energien setzt die britische Regierung künftig allerdings verstärkt auf "made in the UK".

Es war das Vereinigte Königreich, das vor knapp 130 Jahren das Erfolgslabel "Made in Germany" erfunden hat. Auf massiven Druck der britischen Industrie führte die britische Regierung am 23.8.1887 den Merchandise Marks Act (Handelsmarkengesetz) ein. Er sah vor, dass auf allen Erzeugnissen, die damals auf der Insel verkauft wurden, die Herkunft eines Artikels angegeben sein muss: also etwa "Made in Germany" oder "made in France".

Die ursprünglich beabsichtigte Wirkung, in Deutschland hergestellte Produkte so als minderwertige "Billigware" zu brandmarken, wurde allerdings völlig verfehlt. Binnen weniger Jahre wandelte sich das "Made in Germany"-Image grundlegend und bereits Mitte der 1890er Jahre stand das Label für überdurchschnittliche Zuverlässigkeit und Qualität - sehr zum Verdruss der britischen Hersteller. Zwar bekam die Reputation Deutschlands im Vereinigten Königreich durch die beiden Weltkriege erhebliche Schrammen. Doch gerade in den vergangenen Jahren verbesserte sich der Ruf Deutschlands auf der Insel deutlich - sicherlich kein Nachteil für den Absatz von Waren und Dienstleistungen "Made in Germany".

 

Aufsehen erregte eine Umfrage der britischen Rundfunkanstalt BBC in 22 Ländern, die im Mai 2013 vorgestellt wurde. Demnach ist Deutschland das beliebteste Land der Welt. Rund 59% der Befragten gaben an, der Einfluss Deutschlands auf das Weltgeschehen sei "überwiegend positiv". Lediglich 15% sahen einen "überwiegend negativen" Einfluss des Landes. Überraschend hierbei: Das Vereinigte Königreich gehört zu den Ländern, in denen Deutschland am Positivsten gesehen wird (Zustimmungsrate: 78%). Lediglich in Ghana (84%) und Frankreich (81%) hat Deutschland (laut BBC) ein noch positiveres Image.

Last Updated on Friday, 27 November 2015 10:15
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