Verband der Deutschen Aussenwirtschaft

Deutsch (DE-CH-AT)English (United Kingdom)

Verband der Deutschen Aussenwirtschaft
Siemens-Chef: Unter US-Handelsstreit mit China leiden alle PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 11 September 2019 02:36
There are no translations available.

München (dts Nachrichtenagentur) - Siemens-Chef Joe Kaeser beklagt fatale Auswirkungen des andauernden Handelsstreits zwischen den USA und China. "Wenn die stärkste Volkswirtschaft der Welt mit der zweitstärksten streitet, dann sind alle weiteren Länder zwangsläufig auch davon betroffen. Chinas Produktion nimmt bereits im Wachstum ab und ist im Vergleich noch stärker betroffen als die Gesamtwirtschaft", sagte Kaeser dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Montagsausgaben).

"Gerade in diesem Bereich ist Deutschland aber besonders engagiert. Deshalb spüren wir die Folgen der Auseinandersetzungen dort besonders. Aber auch in den USA und der ganzen Welt nimmt die Wirtschaftsdynamik ab. Das zeigt, dass dabei Alle verlieren." Kaeser forderte Kompromissbereitschaft von China und den USA – und warnte vor einer weiteren Zuspitzung des Konflikts. "Beide Seiten haben ihre Positionen und es hat bisher wenig zählbare Annäherung gegeben. Aber man muss Kompromisse suchen", so der Vorstandschef. "Wenn diese Handelsproblematik in die Phase des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfes käme, könnte dies zu längeren Verwerfungen führen." Deutschland habe eine in der Welt einmalige Symbiose zwischen robusten und global agierenden Großunternehmen und einen leistungsfähigen Mittelstand, so Kaeser.

"Aber es ist schon eine extrem spannungsgeladene Zeit", so der Siemens-Chef. Die Exportdynamik nehme ab: "Und vom Export hängen sehr viele unserer Arbeitsplätze in Deutschland ab. Es würde mich beunruhigen, wenn diese Unsicherheit zu lange dauert." Dann bestehe das Risiko, "dass die deutschen Unternehmen die Auslastung ihrer Werke und Betriebe im Inland nicht mehr flächendeckend sicherstellen können".

 
Union verlangt Garantien für Bürokratieabbau PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 11 September 2019 02:34
There are no translations available.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Unionspolitiker fordern Nachbesserungen beim Koalitionskompromiss zum Bürokratieabbau. Das bisher vorgesehene Verfahren zur Verabschiedung des dritten Bürokratie-Entlastungsgesetzes sei nicht akzeptabel, hieß es laut eines Berichts des "Handelsblatts" (Mittwochausgabe) am Dienstag aus der Fraktion. "Die Unzuverlässigkeit der SPD-geführten Ministerien wird dazu führen, dass die von Peter Altmaier formulierten und notwendigen Schritte beim Bürokratieabbau nicht umgesetzt werden", sagte Christian von Stetten (CDU), Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte zuvor den Gesetzentwurf der Koalition veröffentlicht. Dieser stellt Unternehmen Einsparungen in Höhe von mehr als 1,1 Milliarden Euro in Aussicht. Gerade der Mittelstand soll davon profitieren.

Der ganz große Wurf sei das nicht, monierte die Opposition. "Minister Altmaier springt zu kurz", sagte Claudia Müller, Mittelstandsbeauftragte der Grünen, dem "Handelsblatt". Auch nach Ansicht von Unionspolitikern wäre mehr drin gewesen.

Ihre Kritik richtet sich indes nicht gegen Altmaier, sondern die SPD, die ihre Zustimmung von der Verabschiedung eines Gesetzes abhängig gemacht hat, welches die Arbeitsbedingungen von Paketzustellern verbessern soll. Die Unionsfraktion will das Zustellergesetz nun erst beschließen, wenn es "Garantien" für die Entbürokratisierung gibt. Schließlich kann die Neuregelung der Paketbranche allein im Bundestag beschlossen werden, für das Bürokratie-Entlastungsgesetz ist dagegen die Zustimmung der Länder nötig.

Die Sorge der Union: Während sie das Zustellergesetz durchwinkt, versandet der Bürokratieabbau im Bundesrat.

 
SPD lehnt Altmaiers Mittelstandsstrategie ab PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 04 September 2019 03:03
There are no translations available.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Mittelstandsstrategie von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) stößt beim Koalitionspartner SPD auf Ablehnung. "Der Bundeswirtschaftsminister sollte sich um gute Rahmenbedingungen für die Unternehmen sorgen, damit diese auch in Zukunft gute Jobs für gute Fachkräfte schaffen können. Da ist das drängendsten Problem gute Qualifizierung", sagte Sören Bartol, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Freitagsausgaben).

Dazu passe es nicht, wenn Altmaier "jetzt Vorschläge auf Kosten der Arbeitnehmerrechte" mache, so der SPD-Politiker weiter. "Aufgrund des bestehenden Fachkräftemangels wirken seine Vorschläge für die Ausdehnung von sachgrundlosen Befristungen und für die Ausdehnung von Geringverdiener-Jobs etwas aus der Zeit gefallen", sagte Bartol. Das gehe an "den Problemen der Mittelständler komplett vorbei".

 
CDU-Politiker stellen schwarze Null infrage PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 04 September 2019 03:04
There are no translations available.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts der schwächelnden Konjunktur nehmen die ersten CDU-Politiker Abstand von einer Politik ohne neue Schulden. "Wir werden die schwarze Null nicht mehr auf Dauer halten können", sagte CDU-Bundesvorstand Olav Gutting dem "Spiegel". "Wir müssen viele Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung, in Infrastruktur und in den Klimaschutz investieren." Außerdem seien dann "auch sinnvolle Steuersenkungen und eine Korrektur des Mittelstandsbuckels in der Einkommensteuer" möglich, so Gutting.

Eine strenge Haushaltspolitik war bislang ein Kernanliegen der Unionsparteien. "Natürlich ist die schwarze Null die letzte `Bastion` von CDU und CSU - aber wir können uns trotzdem nicht daran festklammern", sagte Gutting, der auch im Vorstand der Bundestagsfraktion und im Finanzausschuss sitzt. "Man spart nicht in eine Rezession hinein", sagte Uwe Schummer, der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der Unionsfraktion ist.

Die Union müsse "antizyklisch denken", so der CDU-Mann. "Wir brauchen einen aktiven Staat." CDU und CSU drohen nun parteiinterne Konflikte um das Thema Neuverschuldung.

"Jeder, der sich da im Moment aus der Union vorwagt, wird zurückgepfiffen", sagte Gutting. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer verteidigte die schwarze Null jüngst als "für uns unabdingbar". Auch Karl-Josef Laumann, Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, sagte: "Für mich hat die schwarze Null Bestand."

Der CSU-Politiker Peter Ramsauer bezeichnet eine Politik ohne neue Schulden als "ein wichtiges identitätsstiftendes Merkmal für die Union".

 
Azubi-Zuwachs ist nur Momentaufnahme: Zeichen im Mittelstand stehen für 2019 auf Rückgang PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 04 September 2019 03:01
There are no translations available.

Im gerade beendeten Ausbildungsjahr 2018 ist die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge zum zweiten Mal in Folge leicht gestiegen – um 1,2 auf 521.900, wie das Statistische Bundesamt vermeldet. Doch bereits im neuen Ausbildungsjahr 2019 dürfte sich die Lage wieder ändern: Im Mittelstand, der in Deutschland ca. 90 % aller betrieblichen Auszubildenden beschäftigt, deutet sich ein Rückgang an, wie eine aktuelle Auswertung von KfW Research auf Basis des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels zeigt. Denn auch wenn die Mehrheit der mittelständischen Ausbildungsunternehmen (66 %) schätzt, dass die Anzahl der eigenen Auszubildenden in 2019 konstant bleibt, so geht doch ein Fünftel (21 %) von einem Rückgang aus. Mit einem Anstieg rechnen nur 13 %.

„Der leichte Anstieg der Azubi-Zahlen in 2017 und 2018 ist nur ein vorübergehendes Phänomen, das vor allem durch den nun abebbenden Arbeitsmarktboom und die Integration von Flüchtlingen ins Ausbildungssystem getragen wurde“, sagt Dr. Arne Leifels, Ökonom bei KfW Research. „Schon für das gerade gestartete Ausbildungsjahr 2019 erwarte ich wieder einen leichten Rückgang der Neuverträge. Die duale Berufsausbildung kehrt dann wieder zu ihrem langfristigen Trend zurück, der durch sinkende Schülerzahlen und steigende Studierneigung klar negativ ist.“

Auch wenn der Mittelstand in seiner Gesamtheit den Großteil der Berufsausbildung hierzulande schultert, bildet bei weitem nicht jedes mittelständische Unternehmen aus. Von den 3,80 Mio. kleinen und mittleren Unternehmen haben gemäß KfW-Mittelstandspanel 2019 nur 13 % Auszubildende in der Belegschaft. Dies ist auf die Größenstruktur des deutschen Mittelstands zurückzuführen, der zu 80 % aus Kleinstunternehmen mit weniger als 5 Beschäftigten besteht. Und je kleiner ein Unternehmen ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es Azubis beschäftigt. So waren 2018 nur 5 % der Kleinstunternehmen ausbildungsaktiv, bei den Mittelständern mit mehr als 50 Mitarbeitern hingegen drei Viertel. Die geringe Ausbildungsaktivität der kleinsten Unternehmen führt auch zu ausgeprägten Branchenunterschieden. So beträgt die Ausbilderquote im Verarbeitenden Gewerbe mit seinen überdurchschnittlich großen Unternehmen 29 %. Im kleinteiligen Dienstleistungssektor sind es nur 10 %.

KfW Research zeigt im Rahmen der Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels auch die Unterschiede bezüglich der Ausbildungsaktivität in den Bundesländern. Wie eine Durchschnittsbetrachtung der Jahre 2013-2017 ergibt, ist die Ausbildungsaktivität des Mittelstands in den westdeutschen Flächenländern strukturell hoch: In Niedersachsen (inkl. Bremen) bilden 20,5 % der kleinen und mittleren Unternehmen aus, in Rheinland-Pfalz (inkl. Saarland) 18,5 %. Auch in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt liegt die Ausbilderquote mit 16 % deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Hessen (13,5 %), Baden-Württemberg (13,0 %) und Bayern (12,5 %) liegen im Länderranking mit Mittelfeld. Die Schlussgruppe mit Quoten unter 11 % bilden Sachsen, Thüringen, Berlin und Hamburg.

Der aktuelle Onepager von KfW Research zum Thema Azubis im Mittelstand ist abrufbar unter http://ots.de/0x8Wr0

 
<< Start < Prev 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Next > End >>

Page 4 of 24