Verband der Deutschen Aussenwirtschaft

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Regierung beschließt weitere Corona-Hilfen für den Mittelstand PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 08 April 2020 01:38
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung hat zur Bekämpfung der Coronakrise weitere Hilfen für den Mittelstand auf den Weg gebracht. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) stellten am Montagnachmittag ein entsprechendes Soforthilfeprogramm vor. Mit dem neuen KfW-Schnellkredit sollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen "schnell und unbürokratisch" Darlehen in Höhe von maximal drei Monatsumsätzen bei 11 bis 250 Beschäftigten erhalten.

Die Kredite sollen mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abgesichert werden. "Diese Schnellkredite sollen dafür sorgen, dass diese Unternehmen der mittleren Größenordnung schnell Liquidität haben, ohne dass wir gewissermaßen als Steuerzahler zu viel Geld verlieren", sagte Scholz. Man könne Kredite bis zu 500.000 Euro bei Unternehmen bis 50 Beschäftigten und darüber hinaus bis zu 800.000 Euro ausgeben.

Voraussetzung ist unter anderem, dass die Unternehmen "geordnete wirtschaftliche Verhältnisse" nachweisen können. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) begrüßte den Beschluss. Dieser sei ein "starkes Signal für den Mittelstand", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang am Montag.

"Es ist gut, dass die Bundesregierung jetzt die Mittelstandslücke schließt." Für die mittelständischen Unternehmen sei es "überlebenswichtig", schnell und unbürokratisch Kredite zu erhalten. "Dafür ist eine hundertprozentige Staatshaftung für eine klar begrenzte Zeit vertretbar", so Lang.

Last Updated on Wednesday, 08 April 2020 01:40
 
Mittelstandsbeauftragter erwägt zusätzliche Hilfen PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 08 April 2020 01:37
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach dem neuen Schnellkreditprogramm für Mittelständler denkt der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), über zusätzliche Hilfen für den Einzelhandel, Restaurants und Hotels nach. "Um viele auch bisher starke traditionsreiche Familienunternehmen mache ich mir große Sorgen", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium den Zeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft" (Dienstagsausgaben). "Das schauen wir uns sehr genau an, notfalls müssen wir nochmals nachschärfen."

Gerade im Einzelhandel gebe es derzeit enorme Machtverschiebungen zum Online-Handel. "Wenn wir wollen, dass unsere Innenstädte nicht schnell ausbluten, müssen wir auch hier reagieren", so Bareiß. Staatsbeteiligungen an Mittelständlern will der CDU-Politiker nicht ausschließen, auch wenn sie nur das letzte Mittel sein könnten.

"Wenn die Krise länger dauert, besteht die Gefahr, dass Unternehmen schnell viel Eigenkapital verlieren und damit ins Rutschen geraten", sagte Bareiß. "Für diese Fälle ist der Wirtschaftsstabilisierungsfonds gedacht, um notfalls auch mit Direktbeteiligungen zu stützen, allerdings nur für einen befristeten Zeitraum und unter Auflagen."

 
Bericht: Staatssekretär Bareiß wird neuer Mittelstandsbeauftragter PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 01 April 2020 02:26
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Bareiß (CDU) soll neuer Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung werden. Das berichtet das "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf das Bundeswirtschaftsministerium. Schon an diesem Mittwoch soll die Personalie im Kabinett beschlossen werden.

Bareiß will sich für weitere Hilfen für den Mittelstand einsetzen: Es sei klar, "dass Rettungsprogramme allein nicht reichen werden", sagte der CDU-Politiker der Zeitung. Das Bundeswirtschaftsministerium denke daher schon weiter. Sorgen bereitet dem designierten Mittelstandsbeauftragen, dass aus der Liquiditätskrise vieler Betriebe eine Schuldenkrise werden könnte: "Wir müssen uns darauf vorbereiten, welche zusätzlichen Programme nötig werden könnten, um die Unternehmen zu stärken", mahnte er.

Direktzahlungen an Mittelständler könnten dabei ebenso infrage kommen wie "weitreichende Steuererleichterungen damit Unternehmen nach der Krise wieder Kapital aufbauen können und die Chance haben, ihre Schulden abzubauen". Im Wirtschaftsministerium werde darüber hinaus schon an einem "Fitnessprogramm" für den Mittelstand gearbeitet, mit dem die Betriebe nach der Krise wieder für den internationalen Wettbewerb flott gemacht werden sollen. Dabei gehe es um "strukturelle Verbesserungen, zum Beispiel bei Steuern und Bürokratie und der Digitalisierung", sagte Bareiß dem "Handelsblatt".

Auch die Energiekosten müsse die Bundesregierung dabei in den Blick nehmen. Dass vereinzelt Verstaatlichungen nötig seien könnten, um Mittelständler zu retten, schloss der designierte Mittelstandsbeauftrage nicht aus. Aber: "Keiner hat ein Interesse daran – weder der Staat, noch die Wirtschaft", so der CDU-Politiker.

 
Linnemann lehnt "milliardenschwere Umverteilungsinstrumente" ab PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 08 April 2020 01:36
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann (CDU) hat sich gegen sogenannte Corona-Bonds ausgesprochen. "Wir dürfen Solidarität nicht mit Haftungsvergemeinschaftung verwechseln. Deutschland kann auch ohne neue EU-Geldtöpfe besonders vom Virus betroffenen Nachbarländern schnell und wirksam mit direkten Hilfen helfen", sagte der Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) dem "Westfalen-Blatt" (Montagsausgabe).

"Kritisch sehe ich die Vorschläge für neue milliardenschwere Umverteilungsinstrumente wie Corona-Bonds, bei denen droht, dass sie dauerhaft bleiben." Die Krise dürfe kein Vorwand sein, um die letzten Dämme auf dem Weg in die Haftungsunion aus dem Weg zu räumen. "Das gilt für die EZB genau wie für die EU-Kommission."

 
Deutsche Bierbrauer befürchten Pleitewelle PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 01 April 2020 02:24
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Deutschlands Bierbrauern droht wegen der Corona-Krise eine Pleitewelle. Die mittelständisch geprägte Brauwirtschaft sei "massiv betroffen" von der Pandemie, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes (DBB), Holger Eichele, der "Bild-Zeitung" (Samstagsausgabe). Vor allem die Schließung von Restaurants und Bars trifft die Unternehmen hart.

"Die mittelständisch geprägte Brauwirtschaft ist massiv betroffen, weil viele der bundesweit 1.500 Brauereien einen Großteil ihres Umsatzes über die regionale Gastronomie erzielen", so der DBB-Hauptgeschäftsführer weiter. Auch das Exportgeschäft sei weitgehend zum Erliegen gekommen. Der Verbandschef fürchtet deshalb jetzt eine Pleitewelle.

"Im Mittelstand brennt es lichterloh. Viele Brauereien werden diese Krise ohne Hilfe nicht überstehen", sagte Eichele. Das bisherige Hilfsangebot der Bundesregierung bewertete er indes kritisch.

"Stundungen oder Kredite helfen in einer Situation, in der das gesamte Gastgewerbe mit dem Rücken zur Wand steht, nicht weiter. Nur Soforthilfen in Form von unbürokratischen Zuschüssen können die drohende Pleitewelle in der Gastronomie noch abwenden", so der DBB-Hauptgeschäftsführer.

 
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