Verband der Deutschen Aussenwirtschaft

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Junge Unternehmer: Altmaiers Kurs ist "absolut der falsche Weg" PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Tuesday, 07 May 2019 02:10
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Für die Bundesvorsitzende des Verbandes "Die Jungen Unternehmer", Sarna Röser, ist die Industriestrategie von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) "absolut der falsche Weg". Es sei ein falscher Ansatz, zu sagen, man gehe hier planwirtschaftlich ran und schaffe "künstlich nationale Champions" und subventioniere Großunternehmen, sagte Röser am Montag dem Nachrichtensender n-tv. "Wir als junge Unternehmer sind die Nachfolger der Familienunternehmen und wir müssen schauen, dass wir in Deutschland wettbewerbsfähig bleiben", so die Unternehmerin weiter.

"Wir haben unglaublich viele kleine und mittelständische Unternehmen hier in Deutschland, die Hidden Champions." Da brauche man einfach eine bessere Unterstützung und eine bessere Infrastruktur, dass das auch in Zukunft möglich sei, sagte Röser. Im Februar hatte Altmaier seine "Nationale Industriestrategie 2030" vorgestellt.

Diese sieht Eingriffsmöglichkeiten für den Staat zugunsten von "nationalen wie europäischen Champions" vor.

 
Tengelmann öffnet Risikokapital-Sparte für externe Investoren PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Tuesday, 07 May 2019 02:07
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Mülheim an der Ruhr (dts Nachrichtenagentur) - Das Mülheimer Familienunternehmen Tengelmann öffnet seine Risikokapital-Sparte TEV erstmals für externe Investoren. "Der dritte Fund wird strukturell erstmals so konzipiert, dass auch externe Investoren aufgenommen werden können", sagte eine Tengelmann-Sprecherin der "Rheinischen Post". In einem dynamischen Marktumfeld mit größer werdenden Finanzierungsrunden erscheine die Erweiterung des Partnernetzwerks hilfreich, um dieses Ziel zu realisieren.

Die ersten beiden Funds hatte der Familienkonzern noch selbst gestemmt und damit unter anderem in Start-ups wie Zalando, Delivery Hero oder Uber investiert. Beim dritten Fund TEV III sollen nun auch andere Family Offices oder institutionelle Investoren ihr Geld anlegen können.

 
Wachstumsprognosen: Berappelt sich die Wirtschaft – oder nicht? PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 01 May 2019 00:43
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Wie sich die deutsche Wirtschaft weiter entwickelt, ist derzeit schwer einzuschätzen: Während Fachleute ihre Prognosen nach unten korrigieren, werden Unternehmen wieder optimistischer.

Die weitere Entwicklung der Wirtschaftslage ist derzeit schwer abzuschätzen: Während führende Wirtschaftsforscher eine deutliche Verlangsamung des Wachstums sehen, schätzen Unternehmen die Lage schon wieder besser ein.

Die führenden Wirtschaftsforscher sind sich einig: „Die deutsche Wirtschaft hat sich abgekühlt, aber sie friert noch nicht“, sagte Stefan Kooths vom Institut für Weltwirtschaft Kiel bei der Vorstellung der Frühjahrsprognose in Berlin.

Die Forschungs-Institute senkten ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr deutlich. Sie erwarten nur noch eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 Prozent. Im Herbst hatten sie mit 1,9 Prozent gerechnet. Optimistischer sind die Forscher für 2020. Dann rechnen sie mit einem Wachstum von 1,8 Prozent - allerdings hat das kommende Jahr mehr Arbeitstage.

Der langjährige Aufschwung der deutschen Wirtschaft sei zu Ende, sagte denn auch Oliver Holtemöller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Die Gefahr einer „ausgeprägten Rezession“ sei aber gering. Einen Anstieg der Arbeitslosigkeit erwarten die Experten nicht.

Der Hauptgrund für die schwächere Konjunktur im laufenden Jahr ist die Abkühlung der Weltwirtschaft. Axel Lindner vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle sagte, die internationale Konjunktur sei in einer Schwächephase. Hintergrund sind Handelskonflikte sowie ein schwächeres Wachstum in China, dazu kommen Unsicherheiten wegen des unklaren Ausgangs beim geplanten Brexit. Dies belastet vor allem die exportstarke deutsche Industrie, die unter den Unwägbarkeiten auf den Weltmärkten besonders leidet.

Dazu passt, dass im Februar der Auftragseingang für die deutsche Industrie im Monatsvergleich um 4,2 Prozent einbrach, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das ist der stärkste Dämpfer seit mehr als zwei Jahren. Ausschlaggebend war ein starker Rückgang der Nachfrage nach deutschen Produkten aus dem Ausland.

Binnenkonsum läuft gut

Im Inland dagegen läuft vor allem die Bauwirtschaft weiter auf Hochtouren. Auch die Löhne entwickelten sich kräftig, dies stärke den privaten Konsum, sagte Holtemöller vom IWH Halle. Laut Prognose legen die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte im laufenden Jahr voraussichtlich um 3,1 Prozent und im kommenden Jahr um 3,3 Prozent zu. Holtemöller verwies auch auf Entlastungen etwa bei Abgaben oder der Einkommensteuer.

Auch die deutschen Unternehmen sind dank des stabilen Binnenkonsums zuletzt wieder optimistischer geworden: Der Geschäftsklima-Index des Mittelstands steigt im März um 1,5 Zähler auf jetzt 8,1 Saldenpunkte, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer berichtet. Damit endet eine Serie von zuvor fünf Stimmungsrückgängen in Folge.

Auch in den Großunternehmen präsentiert sich die Stimmung zu Frühlingsbeginn nicht mehr ganz so unterkühlt wie noch im Februar. Die großen Firmen revidieren sowohl ihre Geschäftslageurteile (+1,4 Zähler auf 8,3 Saldenpunkte) als auch ihre Geschäftserwartungen (+0,5 Zähler auf -10,4 Saldenpunkte) etwas nach oben.

„Das März-Ergebnis bestätigt das bekannte Bild: Die Außenwirtschaft macht sich Sorgen, die Binnenwirtschaft hält dagegen und stabilisiert die deutsche Konjunktur“, fasste Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW, die Ergebnisse zusammen.

Ostdeutschland wächst schneller

Allerdings unterscheidet sich die wirtschaftliche Entwicklung auch regional stark: Für die ostdeutsche Wirtschaft prognostizieren Forscher in diesem Jahr ein etwas stärkeres Wachstum als für Deutschland insgesamt. In den neuen Ländern einschließlich Berlin dürfte das Plus bei 1,0 Prozent liegen, wie das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) am Donnerstag mitteilte. Das wären 0,2 Punkte mehr als für ganz Deutschland erwartet wird.

Ein Grund dafür ist aus Sicht der Forscher die anhaltend dynamische Entwicklung Berlins. Im Umfeld der Hauptstadt profitierten besonders die Dienstleistungsbranchen davon, dass die Menschen dank der zuletzt deutlich steigenden verfügbaren Einkommen viel konsumierten. Laut Mitteilung sorgte Berlin schon im Jahr 2018 mit seinem Wachstum von 3,1 Prozent dafür, dass der Osten insgesamt mit einem Plus von 1,6 Prozent etwas stärker zulegte als im Bundesschnitt (+1,4 Prozent).

 
Einzelhandel in der EU legt zu PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Tuesday, 07 May 2019 02:04
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Luxemburg (dts Nachrichtenagentur) - Das saisonbereinigte Absatzvolumen des Einzelhandels in der EU ist im März 2019 gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent gestiegen. Das teilte das EU-Statistikamt Eurostat nach einer Schätzung am Montag mit. Im Euroraum blieb das Absatzvolumen unverändert.

Im Februar 2019 war das Einzelhandelsvolumen sowohl in der EU als auch im Euroraum um 0,5 Prozent gestiegen. Gegenüber März 2018 stieg der kalenderbereinigte Einzelhandelsindex im März 2019 in der EU um 2,9 Prozent und im Euroraum um 1,9 Prozent. In der EU legte das Absatzvolumen im dritten Monat des Jahres gegenüber dem Vormonat bei Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren um 0,5 Prozent und im Nicht-Nahrungsmittelsektor um 0,2 Prozent zu, während das Absatzvolumen von Motorenkraftstoffen unverändert blieb.

 
Ökonomen kritisieren Wirtschaftsminister Altmaier PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 01 May 2019 00:37
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Anlässlich der Veröffentlichung einer Studie zum Beschäftigungszuwachs bei deutschen Familienunternehmen gehen Ökonomen harsch mit der Wirtschaftspolitik von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ins Gericht. "Die Zahlen sind nur ein weiterer Beleg dafür, dass eine Regierung nicht ,big business` im Auge haben sollte sondern ,big market`", sagte Thomas Straubhaar, Wirtschaftsprofessor der Universität Hamburg, der "Welt" (Montagsausgabe). "Die Große Koalition setzt zu stark auf die großen Spieler innerhalb der Wirtschaft und droht so, die Chancen für einen Strukturwandel zu vernachlässigen, die bei den kleineren Unternehmen schlummern", so Straubhaar.

Auch Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, sagte der "Welt": Eine Industriestrategie, die auf einzelne Branchen und besonders auf Größe setze, sei "zweimal kontraproduktiv: Es setzt falsche Anreize durch Förderung und belastet die Träger des volkswirtschaftlichen Erfolgs". Laut einer aktuellen Studie des ZEW Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung und des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen sind allem voran Familienunternehmen einer der größten Jobmotoren der deutschen Wirtschaft. Zwischen 2007 und 2016 haben die 500 größten Firmen in Familienhand ihre Beschäftigtenzahlen am Standort Deutschland um 23 Prozent auf insgesamt 2,57 Millionen Stellen ausgebaut, heißt es in der Untersuchung, über die die "Welt" berichtet.

Zum Vergleich: Die 27 DAX-Konzerne im Streubesitz verzeichneten lediglich ein Plus von vier Prozent auf 1,55 Millionen Jobs im Inland. Vor allem der Mittelstand fühlt sich in der "Nationalen Industriestrategie 2030", die Altmaier im Februar vorgestellt hatte, kaum berücksichtigt. Das Programm sieht vor, dass sich der Staat sehr viel stärker als bisher in die Förderung einzelner Branchen und Unternehmen einmischt und die Schaffung nationaler und europäischer Großkonzerne unterstützt, um international Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten.

 
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