Verband der Deutschen Aussenwirtschaft

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Verband der Deutschen Aussenwirtschaft
Handelsverband will von Bundesregierung "sofort Direktzahlungen" PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 18 March 2020 02:43
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der deutsche Einzelhandel schlägt angesichts der bevorstehenden Schließungen von Geschäften Alarm und fordert von der Bundesregierung "sofort Direktzahlungen", um eine Welle von Insolvenzen abzuwenden. "Alle Kosten laufen ja weitestgehend weiter, die Löhne, die teuren Mieten, Rechnungen müssen bezahlt werden", sagte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagsausgabe). Die Zahlungen müssten einerseits an große Kaufhausketten fließen.

"Wir brauchen aber auch eine breite Unterstützung des Mittelstandes", so der HDE-Hauptgeschäftsführer weiter. Konkret forderte er "rasche und praktikable" KfW-Bürgschaften ohne Eigenbeteiligungen der Händler. Sollte der Shutdown sich über zwei Monate hinziehen, werde der Einzelhandel in Deutschland nicht überstehen.

Mit jedem Tag Schließung verliere der Handel im No-Food-Bereich, zu dem Textil, Möbel, Unterhaltungselektronik, Parfümerien zählen, 1,15 Milliarden Euro, in der Woche summiere sich der Verlust auf 7 Milliarden Euro, sagte Genth.

 
Checkliste zur Corona-Krise: Was Unternehmen jetzt tun können PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 18 March 2020 02:41
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Die Auswirkungen der Lungenkrankheit Covid-19 auf die Wirtschaft werden immer größer. Unternehmen müssen sich mit den möglichen kurz- und mittelfristigen Problemen auseinandersetzen. Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater hat eine Notfall-Checkliste veröffentlicht.

Auch wenn die Unternehmen von der Kurzfristigkeit und Heftigkeit der Coronakrise überrascht wurden: Das Wichtigste ist jetzt, dass weiterhin planvolles Handeln gewährleistet ist. Die Unternehmen müssen für die nächsten Wochen und Monate ein Grobkonzept aufsetzen, das die erwartete Entwicklung – gegebenfalls in Szenarien – abbildet. Auf dieser Basis ist dann zu entscheiden, was zu tun ist. Dabei muss sowohl das kurzfristige Überleben, aber auch die mittelfristige Entwicklung im Auge behalten werden. Beides besitzt hohe Priorität.

Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater empfiehlt in seiner Notfall-Checkliste mindestens die folgenden sechs Punkte im Grobkonzept zu berücksichtigen und um unternehmensspezifische Maßnahmen zu ergänzen.

1. Liquidität:

Prüfen Sie ihre finanzielle Situation vollständig und ehrlich. Streichen Sie alle nicht notwendigen Ausgaben und Investitionen. Verhandeln Sie mit Lieferanten über längere Zahlungsziele.

2. Kundenmanagement:

Gehen Sie aktiv auf Ihre Kunden zu und suchen Sie gemeinsam mit ihnen nach bestmöglichen Lösungen in der Krisensituation. Dazu kann zum Beispiel gehören, Auftragsgrößen, Liefertermine und Konditionen nach zu verhandeln.

3. Lieferketten:

Prüfen Sie Ihre Lieferketten und suchen Sie jetzt gezielt – beispielsweise Europa statt Asien – nach Alternativen. Schulen Sie Ihr Einkaufspersonal.

4. Kapazitäten:

Analysieren Sie kritisch, ob und in welchem Umfang Sie Kapazitäten herunterfahren können. Überlegenswert: Schichten reduzieren oder 2-3-Tagewoche vorübergehend einführen.

5. Mitarbeiter:

Passen Sie Ihre Personalplanungen an und finden Sie situationsgerechte Lösungen für den Mitarbeiter-Einsatz. Die Bandbreite ist groß und reicht von Homeoffice-Regelungen über die Nutzung von Arbeitszeitkonten bis zur Kurzarbeit.

6. Kredite:

Organisieren Sie notwendigen Kredite, um den Unternehmensfortbestand zu sichern. Die Liquiditätshilfen des Bundes sollten schnell in Anspruch genommen werden. Und: Mit der Hausbank aktiv das Gespräch suchen und Factoring-Lösungen andenken

 
Linnemann fordert Notkredite wegen Corona-Epidemie PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 11 March 2020 02:01
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts der anlaufenden Corona-Epidemie hat der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU/CSU, Carsten Linnemann, die Bundesregierung dazu aufgerufen, Notkredite in zweistelliger Milliardenhöhe für die Wirtschaft bereitzustellen. "Ich habe die große Sorge, dass die Coronakrise die Finanzkrise 2008/2009 in den Schatten stellen wird", sagte Linnemann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben). Die Politik müsse jetzt genauso entschlossen handeln wie im Oktober 2008 mit der Garantie der Spareinlagen, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) abgegeben hatten.

"Die Wirtschaft muss wissen, dass die Politik für ein umfangreiches Notkreditprogramm in diesen Monaten Mittel in zweistelliger Milliardenhöhe zur Verfügung stellen wird", forderte der Vizevorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag vor dem Koalitionsgipfel von Union und SPD an diesem Sonntag. Darüber hinaus verlangte Linnemann "Entlastung, Flexibilisierung und Freiräume" für den Mittelstand, "um die Krise zu bewältigen und danach im internationalen Wettbewerb wieder Fuß zu fassen". Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter nannte es richtig, betroffene Unternehmen kurzfristig und unbürokratisch zu unterstützen.

"In der jetzigen Situation geht es um gezielte Soforthilfen etwa bei Ausfällen von Lieferketten oder bei Absagen von Großveranstaltungen", sagte er den Funke-Zeitungen. "Richtig ist auch, die Regelungen zur Kurzarbeit anzupassen." Zugleich warnte Hofreiter die Union davor, die Corona-Lage für altbekannte Steuerforderungen zu nutzen.

Dies sei "unverantwortlich".

 
Studie: Karrierechancen fuer Frauen im Mittelstand gestiegen PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 11 March 2020 02:02
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Die Topetagen vieler kleinerer und mittlerer Firmen sind häufig noch reine Männerdomänen. Doch das Bild wandelt sich allmählich.

Frankfurt/Main. Frauen haben in mittelständischen Firmen einer Studie zufolge im Schnitt bessere Chancen auf einen Top-Job als in börsennotierten Unternehmen. Der Frauenanteil im Vorstand beziehungsweise in der Geschäftsführung lag im Mittelstand Anfang 2020 im Durchschnitt bei 16 Prozent.

Vor zwei Jahren waren es 14 Prozent, wie aus einer Umfrage des Beratungsunternehmens EY anlässlich des Weltfrauentags (8. März) hervorgeht. Im Schnitt der Börsen-Indizes Dax, MDax und SDax sind dagegen gerade einmal neun Prozent der Vorstandsposten mit Frauen besetzt. Deutlich höher liegt der Anteil mit 15 Prozent, betrachtet man nur die 30 Dax-Konzerne.

Starker Wettbewerb um Fachkräfte beim Mittelstand

"Die Karrierechancen für Frauen im deutschen Mittelstand sind weiter gestiegen", erläuterte EY-Partnerin Elfriede Eckl. Dafür gebe es mehrere Gründe. So müssten sich die Firmen im Wettbewerb um Fachkräfte generell mehr einfallen lassen als die oftmals größeren und bekannteren börsennotierten Unternehmen. Viele mittelständische Unternehmen seien zudem familiengeführt. "Weibliche Familienmitglieder werden dort oft schon früh auf Führungspositionen im Unternehmen vorbereitet", erklärte Eckl.

Für die Studie wurden im Dezember deutschlandweit 1500 mittelständische Unternehmen mit mindestens 20 Millionen Euro und höchstens 1 Milliarde Euro Umsatz befragt.

Ein weiteres Ergebnis: Je kleiner das Unternehmen, desto größer ist der Anteil von Managerinnen in der Führungsetage. Bei kleineren Mittelständern mit einem Umsatz von weniger als 30 Millionen Euro sind es 18 Prozent. Bei großen Firmen mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro sind es nur bei 14 Prozent. Bei zahlreichen Firmen haben allerdings weiter ausschließlich Männer das Sagen. In 52 Prozent (2018: 55 Prozent) der Unternehmen ist die Topetage eine reine Männerdomäne.

Anteil variiert je nach Branche

Eine Untersuchung der staatlichen Förderbank KfW kam jüngst ebenfalls zu dem Ergebnis, dass der Frauenanteil an der Spitze kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) leicht gestiegen ist. Demnach wurden 2018 etwa 613.000 der 3,81 Millionen Mittelständler von Managerinnen geführt, was einem Anteil von 16,1 Prozent entspricht. Die KfW zählt Unternehmen, die nicht mehr als 500 Millionen Euro jährlich umsetzen, zum Mittelstand.

EY zufolge variiert der Anteil weiblicher Führungskräfte im Mittelstand je nach Branche allerdings stark. Bei Finanz- und anderen Dienstleistern werden demnach inzwischen mehr als ein Viertel (26 Prozent) der Führungsposten von Managerinnen besetzt, in der Ernährungsbranche 22 Prozent und im Bau 20 Prozent. Im Maschinenbau und in der Elektrotechnik sei der Anteil mit acht beziehungsweise zehn Prozent dagegen unterdurchschnittlich.

Zugleich klage knapp die Hälfte der Unternehmen in der Elektrotechnik darüber, dass es schwierig sei, genügend qualifizierte Frauen zu gewinnen. Im Kraftfahrzeugbau seien es sogar 51 Prozent. "Teilweise sind die Probleme hausgemacht", sagte Eckl. In vielen Unternehmen unterstützen Männer sich gegenseitig. "Frauen werden hingegen nicht ausreichend gefördert." Allerdings gelinge es gerade in den vermeintlich typischen Männerberufen auch nicht ausreichend, Mädchen für Themen wie Mathematik, Physik oder Chemie zu begeistern.

 
Mittelstand: durchschnittliche Konjunkturlage im Februar PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 11 March 2020 01:59
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FRANKFURT am MAIN. Im Februar zeigten sich kleine und mittlere Unternehmen in 
Deutschland nicht von dem zu diesem Zeitpunkt weitestgehend auf China 
begrenzten Coronavirus beeindruckt, berichtet die Kreditanstalt für Wiederaufbau in ihrem am 4. März veröffentlichten Mittelstandsbarometer.

Nach einem Dämpfer im Vormonat ist das mittelständische Geschäftsklima wieder leicht um 0,8 Zähler angestiegen, liegt mit nun 0,7 Saldenpunkten aber weiterhin nahe an der Nulllinie, die eine durchschnittliche Konjunkturlage signalisiert.

Anzeichen für einen Corona-Effekt gab es im Februar hingegen bereits
 bei den Großunternehmen, deren Geschäftsklima erstmalig seit Oktober 
2019 wieder einen Rückschlag erlebt: Es sinkt um -2,3 Zähler auf -9,4
 Saldenpunkte. Insbesondere verschlechtert sich die Lagebeurteilung 
(-3,1 Zähler auf -6,2 Saldenpunkte), aber auch die ohnehin noch 
pessimistischen Erwartungen geben wieder nach (-1,7 Zähler auf -12,7 
Saldenpunkte). Vor allem die großen Industrieunternehmen sind 
hinsichtlich ihrer Absatzmöglichkeiten und Lieferketten stark von den 
Auswirkungen der massiven Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus 
in China betroffen. Seit Ende Januar standen weite Teile der 
chinesischen Wirtschaft praktisch still. Das öffentliche Leben findet
 nur noch eingeschränkt statt, was den Konsum erheblich einschränkt.

China war im vergangenen Jahr nicht nur das drittwichtigste Zielland 
für deutsche Exporte, sondern vor allem auch das wichtigste 
Ursprungsland von deutschen Importen. „Der Mittelstand wird durch 
seine stärkere Fokussierung auf den deutschen und europäischen 
Binnenmarkt zwar weniger stark von den globalen Entwicklungen 
getroffen. Doch auch wenn die Stimmung im Mittelstand im Februar noch
 robust war: Immun gegen die Auswirkungen des Coronavirus sind die 
kleinen und mittleren Unternehmen nicht. Spätestens mit der 
Verbreitung von Corona in Italien müssen wir davon ausgehen, dass die
 ohnehin nur mäßige Konjunkturdynamik in Deutschland einen 
zusätzlichen Dämpfer erhält“, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, 
Chefvolkswirtin der KfW.

 
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