Verband der Deutschen Aussenwirtschaft

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Bewerbermangel im Mittelstand: Arbeitgeber-Image wird immer wichtiger PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 24 July 2019 01:59
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Bewerbermangel macht die Rekrutierung für den regionalen Mittelstand zu einer Herausforderung. Im Fokus zur Lösungsfindung steht das Arbeitgeber-Image.

Qualifizierte Bewerber haben Auswahlmöglichkeiten

Laut Experten muss der Mittelstand bei sich verschärfendem Bewerbermangel langsam umdenken. Prognosen halten den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften mittlerweile für das dringlichste Problem aller kleineren und mittelständischen Betriebe. Bewerber können sich bei entsprechender Qualifikation kaum noch vor Arbeitsangeboten retten. Daher stellen sie zunehmend höhere Ansprüche an zukünftige Arbeitsgeber. Zum einen betrifft das finanzielle Zuwendungen, zum anderen aber auch das Firmenumfeld.

Pluspunkte durch Innovation

Innovative Unternehmen wirken auf potenzielle Mitarbeiter oft ansprechender, aber gleichzeitig kosten Innovationspotenziale Unsummen. Neben Geldern zur Investition in Innovation und Unternehmenswachstum brauchen mittelständische Unternehmer außerdem Wissen. Was sich Arbeitnehmer in ihrer Branche von ihrem Arbeitsplatz wünschen, lässt sich nicht mehr ignorieren. Die Unternehmenskultur spiegelt diese Wünsche idealerweise wider. Beim Employer Branding steht genau das mittlerweile im Mittelpunkt.

Authentizität ist alles

Bei der Stärkung der eigenen Arbeitgebermarke ist Authentizität laut Experten eines der wichtigsten Prinzipien. Nur solange Unternehmen glaubhaft bleiben, können sie heutzutage noch qualifizierte Bewerber für sich gewinnen. Das gilt insbesondere bei der Employer Value Proposition. Wer sich das eigene Unternehmen vor der Formulierung einer solchen nicht genauestens ansieht, hat bereits verloren. Statt austauschbarer Sätze aus dem Recruiting-Einmaleins beinhalten überzeugende Value Propositions den Unternehmensgeist. Zur Firmenwebsite, etwaigen Jobplakaten und der Stellenbeschreibung passt das Markenversprechen idealerweise bestens. Zur selben Zeit erleichtern gute Value Propositions möglichen Bewerbern die Identifikation mit dem Stellenangebot. Je besser Unternehmer ihre Idealbewerber einzuschätzen wissen, desto stärker gilt dieser Zusammenhang.

Arbeitsgeber-Image beginnt bei der Raumgestaltung

Auf interner Ebene stehen Arbeitgebern im Mittelstand zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung der Arbeitgebermarke zur Auswahl. Mitarbeiterzeitungen sind zugegebenermaßen eine eher kostspielige Idee, die größeren Firmen vorbehalten bleibt. Trotzdem beginnt die interne Markenstärkung bereits im Kleineren: so beispielsweise bei der Raumgestaltung oder dem Sozialleistungsangebot. Auch Weiterbildungsmöglichkeiten und Förderprogramme sind interne Markenstärkungsstrategien. Dasselbe gilt für Führungskräftebeurteilungen und Coachings.

Interne Imagestärkung reicht nicht

Extern festigen gelungene Messeauftritte, Hochschulmarketingaktionen und Empfehlungsprogramme die Arbeitgebermarke. Außerdem ist die Nutzung etwaiger Karriere-Webseiten und sozialer Netzwerke heutzutage ein Standard, der ebenfalls Branding-Potenziale bietet. Wer sowohl interne als auch externe Imagestärkung auf Basis einer gutdurchdachten Value Proposition betreibt, hat bessere Zukunftsperspektiven. Trotzdem bleibt die Unternehmensatmosphäre in den eigenen Firmenräumen für Bewerber einer der wichtigsten Entscheidungsfaktoren. Wer potenzielle Mitarbeiter beim Bewerbungsgespräch nicht in einer positiven Atmosphäre willkommen heißt, muss mit Absagen rechnen. Auf einem immer dünneren Bewerbermarkt kann sich das mittlerweile niemand mehr leisten.

 
NRW-Wirtschaftsminister plädiert für CO2-Preis PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 24 July 2019 01:58
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Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hat sich für die Einführung eines Preises auf Kohlendioxid (CO2) ausgesprochen. "Die Klimaziele von Paris machen eine Umstellung auf eine weitgehend klimaneutrale Gesellschaft erforderlich. Ein CO2-Preis kann helfen, die Ziele besser zu erreichen", sagte Pinkwart der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Montagsausgabe).

Autofahrer müssten sich darauf einstellen, dass sie bei einem CO2-Preis stärker zur Kasse gebeten werden. "Es ist klar, dass von einem CO2-Preis auch eine Lenkungswirkung ausgehen muss", sagte Pinkwart mit Blick auf SUV-Fahrzeuge, die viel Kraftstoff verbrauchen. "Bei der Tabaksteuer ist es doch ähnlich: Sie ist hoch, weil von ihr ein gesundheitspolitisches Signal ausgeht."

Pinkwart regte eine insgesamt "aufwandsneutrale CO2-Bepreisung" an. "Es darf kein Draufsatteln auf die heute schon europaweit höchsten Energiepreise geben. Es geht nicht darum, die Staatskasse zu füllen", so der NRW-Wirtschaftsminister.

"Mit der Einführung eines CO2-Preises müssen andere Belastungen wegfallen. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz werden einkommensschwache Haushalte und der Mittelstand bereits überdurchschnittlich belastet." Es habe eine "Umverteilung von unten nach oben gegeben".

Das dürfte sich bei der Einführung eines CO2-Preises nicht fortsetzen. "Wir sollten im Gegenzug daher die Stromsteuer auf nahezu Null senken sowie die Heizöl- und Heizgassteuer ganz abschaffen. Das EEG sollte künftig - soweit überhaupt noch notwendig - aus dem Bundeshaushalt bezahlt werden. Energie muss bezahlbar bleiben", sagte Pinkwart.

 
Familienunternehmer weisen IWF-Kritik zurück PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 17 July 2019 04:55
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Deutsche Familienunternehmer wehren sich gegen Kritik des Internationalen Währungsfonds (IWF). Das berichtet das "Handelsblatt" (Montagsausgabe). Der IWF hatte beanstandet, Deutschland sei eines der Länder mit der höchsten Vermögens- und Einkommensungleichheit der Welt.

Bei den großen Familienunternehmen konzentriere sich der Reichtum des Landes in den Händen weniger. Philip Harting, Chef des Steckerspezialisten Harting, hält die IWF-Äußerungen für bedenklich: "Hier wird versucht, das deutsche Erfolgsmodell der Sozialen Marktwirtschaft zu zerschlagen", sagte er der Zeitung. "Die Familienunternehmer investieren den allergrößten Anteil der Gewinne wieder in ihre Unternehmen", sagte unterdessen Arndt Kirchhoff, Chef des Autozulieferers Kirchhoff.

Dadurch entstünden viele Arbeitsplätze. Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, hält die Bewertung des IWF für einseitig und unangemessen: "Sie ignoriert den wesentlichen Beitrag, den Familienunternehmen zu Beschäftigung, Wohlstand und Steueraufkommen in unserem Land leisten und von dem alle Bevölkerungsschichten profitieren." Gegen höhere Steuern auf Vermögen wie vom IWF gefordert, spricht sich Michael Durach vom Feinkosthersteller Develey aus: "Familienunternehmen zahlen ohnehin schon mehr Steuern als Konzerne und würden gerade im Erbfall benachteiligt bzw. geschwächt."

Einige Unternehmer sehen aber durchaus Reformbedarf im deutschen Steuersystem. "Die Erbschaftsteuer sollte steigen und im Gegenzug Steuern auf Gewinne sinken", sagte Frosta-Chef Felix Ahlers. Das würde junge erfolgreiche Unternehmer motivieren und die Konzentration des Vermögens über Generationen senken.

Für Philipp Haindl von der Mittelstandsholding Serafin-Gruppe ist der Spitzensteuersatz zu hoch und der auf Kapitalerträge zu niedrig. Beide sollten bei maximal 35 Prozent liegen. "Es kann doch nicht sein, dass Leistung höher besteuert wird als Dividenden", sagte Haindl.

 
Bundesstiftung Umwelt will Mittelstand bei Digitalisierung helfen PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 24 July 2019 01:56
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Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt will mittelständischen Unternehmen verstärkt bei einer nachhaltigen, umweltgerechten Digitalisierung helfen. Dank der Digitalisierung gebe es viele neue Möglichkeiten und Geschäftsmodelle. Sie müsse aber so gestaltet werden, dass Umwelt, Natur und Klima geschützt würden, sagte der Generalsekretär der Stiftung, Alexander Bonde, am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichts in Osnabrück.

Jüngst förderte die Stiftung eine Sensortechnik für den Pflanzenbau, die den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf den Feldern deutlich reduzieren soll. Entwickelt wurde das System von einer Wiesbadener Firma zusammen mit der Universität Bonn. Es kann auf dem Feld Nutzpflanzen von nicht gewollten Pflanzen unterscheiden, um Unkraut zielgenauer zu entfernen.

In der Diskussion über die Digitalisierung werde die ökologische Frage bislang häufig noch ausgeblendet, kritisierte Bonde. Einer Meinungsumfrage im Auftrag der Bundesstiftung Umwelt aus dem vergangenen Jahr zufolge bringen fast zwei Drittel der Bundesbürger die Begriffe "Umweltbelastung" und "Umweltschutz" noch gar nicht mit "Digitalisierung" in Verbindung.

Die Organisation ist eine der größten Stiftungen Deutschlands. Das Stiftungskapital stammt aus dem Privatisierungserlös der Salzgitter AG. Seit der Arbeitsaufnahme im März 1991 wurden mehr als 9700 Projekte mit rund 1,8 Milliarden Euro gefördert.

 
Markt für Mittelstandsanleihen wächst weiter PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 17 July 2019 04:53
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Markt für Mittelstandsanleihen wächst weiter. Im Jahr 2018 erreichte er das größte Volumen seit 2015, berichtet das Wirtschaftsmagazin "Capital" (Ausgabe 8/2019) unter Berufung auf eine Analyse der auf Unternehmensfinanzierung spezialisierten Beratung Capmarcon. Demnach begaben Unternehmen im vergangenen Jahr Papiere im Wert von 807 Millionen Euro, nachdem es 2017 noch 780 Millionen Euro waren.

In diesem Jahr könnte der Markt weiter wachsen: Laut Capmarcon-Daten haben Firmen bis Ende Juni 2019 bereits Anleihen im Umfang von 487 Millionen Euro am Markt platzieren können, ein Anstieg um etwa 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als Unternehmen bis Jahresmitte nur 375 Millionen Euro am Markt untergebracht hatten. Mittelstandsanleihen sind ein vergleichsweise junges Finanzsegment, in dem sich kleinere und mittelgroße Firmen vor allem Geld bei Privatanlegern besorgen. Typischerweise können Sparer die Papiere bereits mit kleineren vierstelligen Beträgen zeichnen.

Der Markt hatte ab Anfang des Jahrzehnts zunächst einen Boom erlebt. In der Spitze flossen pro Jahr mehr als 1,5 Milliarden Euro in das Segment, welches nach zahlreichen Pleitefällen zusammenbrach und als verbrannt galt. Jetzt scheint das Segment wieder attraktiv: "Der Grund für die steigenden Volumina sind die fortdauernden Niedrigzinsen. Anleger verlieren erneut ihre Scheu, greifen abermals beherzt zu Risiken, weshalb Firmen wieder Papiere platzieren können", sagte Capmarcon-Geschäftsführer Hans-Werner Grunow dem Wirtschaftsmagazin. Allerdings mussten solche Firmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres trotz der mittlerweile abgesagten Zinswende im Durchschnitt mehr Zinsen zahlen als noch im Vorjahreszeitraum: Waren es damals nur 4,9 Prozent, sind es jetzt mehr als sechs Prozent. "Das dürfte ein Hinweis auf die signifikant schlechtere Bonität der Unternehmen sein, die Risiken steigen", sagte Grunow.

Die Gefahr sei deshalb groß, dass sich die Pleitewelle wiederhole. Der Capmarcon-Chef warnte Anleger: "Der Markt war, ist und bleibt ein Geschäft im Wildwestformat." Zwischen 2010 und Mitte 2019 investierten Anleger laut Capmarcon-Daten 8,6 Milliarden Euro in das Segment.

 
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