Verband der Deutschen Aussenwirtschaft

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Coronavirus: BDI fürchtet schwere Auswirkungen auf Konjunktur PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 26 February 2020 01:55
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Joachim Lang, hat die Bundesregierung im Zusammenhang mit der aktuellen Coronavirus-Krise zu einem koordinierten wirtschaftspolitischen Vorgehen aufgefordert. "Neben dem Gesundheitsschutz muss die Politik ab sofort das wirtschaftliche Krisenmanagement in den Fokus nehmen", sagte Lang am Montag. Die Auswirkungen des Virus seien in Ausmaß und Dauer derzeit überhaupt nicht einzuschätzen.

"Für die Konjunktur drohen schwere Auswirkungen. Die Bundesregierung muss jetzt schleunigst wirtschaftspolitische Impulse für eine Belebung des Wachstums liefern", sagte der Industrie-Vertreter. Aufgrund großer Unsicherheiten auf den Weltmärkten sei die Konjunktur in Deutschland schon schwach ins neue Jahr gestartet.

Die Effekte der Epidemie erhöhten den Druck auf deutsche Unternehmen zusätzlich. "Die mehr als 5.000 deutschen Unternehmen in China sind derzeit in Beschaffung, Produktion und Absatz stark eingeschränkt", sagte Lang.

 
Mittelstand fürchtet Scheitern von Tesla-Projekt in Brandenburg PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 19 February 2020 02:21
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) hat angesichts des Rodungsstopps für die Tesla-Fabrik in Brandenburg vor einem Scheitern des Projekts gewarnt. "Die Tesla-Fabrik ist ein Leuchtturm-Projekt im Sinne des Wortes: Scheitert das Projekt an Bürokratie und Überregulierung, wäre das ein katastrophales Signal des Standortes Deutschland an ausländische Investoren", sagte Verbandspräsident Mario Ohoven dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe). Hier sei die Bundesregierung gefordert.

Sie solle nach dem Vorbild des Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetzes von 1991 die Genehmigungsverfahren für Großprojekte "radikal vereinfachen und verkürzen", so der BVMW-Präsident weiter. Das Gesetz bewirkte in den Jahren nach der Deutschen Einheit, dass Straßen im Osten gebaut werden konnten, wie man es sonst nur aus Ländern wie China kennt – ohne langwierige Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren. Handlungsbedarf sieht auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

"Unabhängig vom konkreten Fall stellen wir leider immer wieder fest: Plan- und Genehmigungsverfahren für Unternehmensansiedelungen in Deutschland dauern abschreckend lange", sagte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks der Zeitung. Vor allem bestünden die Planverfahren aus zu vielen Stufen. Unternehmen machten zu oft die Erfahrung, dass die Komplexität der Verfahren es leicht mache, einzelne Projekte "gezielt" zu verhindern, so der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer weiter.

"Deshalb ist es für die Planungssicherheit der Unternehmen besonders wichtig, die Öffentlichkeit frühzeitig zu beteiligen, Argumente auszutauschen und anschließend klar für oder gegen ein Projekt zu entscheiden", sagte Dercks dem "Handelsblatt". Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte am Samstag die Rodung von zunächst rund 90 Hektar Kiefernwald auf dem Tesla-Gelände gestoppt (OVG 11 S 8.20), nachdem der Umweltverband Grüne Liga Brandenburg Beschwerde eingelegt hatte. Die Grüne Liga hält die Rodung für rechtswidrig, weil die Fabrik noch nicht abschließend genehmigt ist.

 
CDU-Wirtschaftsflügel will Klagerechte von Umweltverbänden einschränken PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 19 February 2020 02:18
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Wirtschaftsflügel der CDU fordert angesichts des Rodungsstopps für die Tesla-Fabrik in Brandenburg Konsequenzen. "Jedes neue Projekt wird inzwischen beklagt und infrage gestellt, ob eine Eisenbahnstrecke oder eine Fabrik für Elektroautos. Das kann so nicht weitergehen", sagte der Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der Union, Carsten Linnemann (CDU), dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe).

Wenn Deutschland als Investitionsstandort im globalen Wettbewerb nicht zurückfallen wolle, müssten jetzt Planungs- und Genehmigungsverfahren "dringend" beschleunigt und vereinfacht werden. Dazu gehöre auch, "Verbandsklagen einzuschränken", so der CDU-Politiker weiter. "So sollten Umweltverbände nur klagen dürfen, wenn die Belange des entsprechenden Verbands direkt betroffen sind oder eine ordnungsgemäße Beteiligung der Umweltverbände im Genehmigungsverfahren nicht gegeben war", sagte Linnemann.

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte am Samstag die Rodung von zunächst rund 90 Hektar Kiefernwald auf dem Tesla-Gelände gestoppt (OVG 11 S 8.20), nachdem der Umweltverband Grüne Liga Brandenburg Beschwerde eingelegt hatte. Die Grüne Liga Brandenburg hält die Rodung für rechtswidrig, da die Fabrik noch nicht abschließend genehmigt ist.

 
Unions-Mittelstandsvereinigung lehnt Finanztransaktionssteuer ab PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 19 February 2020 02:19
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU/CSU lehnt die Pläne einer Finanztransaktionssteuer von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) ab. "Der vorgelegte Entwurf ist eine reine Aktiensteuer, bei der in erster Linie Kleinanleger der unteren und mittleren Einkommensschichten abgestraft werden würden", sagte Sebastian Brehm (CSU), Vorsitzender der MIT-Steuer- und Finanzkommission, am Donnerstag. Aktien und Aktienfonds seien gerade in Zeiten niedriger Zinsen wichtig für die private Altersvorsorge.

"Eine Aktiensteuer würde die Rendite nachhaltig schmälern und dazu führen, dass sich Kleinanleger gegen Aktien entscheiden. Das würde der ohnehin schon zu geringen Aktienkultur in Deutschland schaden und die private Altersvorsorge schwächen", sagte Brehm, der auch finanz- und haushaltspolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag ist. Ziel müsse ein globaler Ansatz sein, der beim spekulativen Hochfrequenzhandel und anderen riskanten Geschäften ansetze.

Entscheidend sei auch, dass Alters- und Rentenvorsorgeprodukte nicht zusätzlich besteuert würden. Die Steuer erschwere den Zugang zum Eigenkapitalmarkt für einen Großteil der börsennotierten Unternehmen und gefährde damit Wachstum, Innovation und Beschäftigung. Zudem schaffe die Aktiensteuer zusätzliche Bürokratie, da sowohl bei der Finanzverwaltung als auch bei den Steuerpflichtigen neue Prozesse implementiert werden müssten.

"Eine rein nationale Aktiensteuer ist und bleibt deshalb ökonomischer Unsinn", sagte der CSU-Finanzpolitiker.

 
Finanzierung im Mittelstand: Diese Alternativen gibt es für KMUs PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 12 February 2020 03:09
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Kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) stellen 99 Prozent der deutschen Wirtschaft. Dringend notwendige Investitionen mit klassischen Methoden zu finanzieren, fällt diesen allerdings immer schwerer. Eine restriktive Bankenregulierung und die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank drohen die Digitale Transformation auszubremsen. Dirk Oliver Haller, Gründer und Geschäftsführer der DFT Deutsche Finetrading AG, rät daher Mittelständlern, sich nach passenden Alternativen umzusehen.

Das Schlagwort Industrie 4.0 ist zwar nach wie vor in aller Munde – die Anstrengungen, die Digitale Transformation flächendeckend und konjukturfördernd anzukurbeln, gehen aber gefühlt auf verschiedenen Ebenen kontinuierlich zurück. KMUs melden eine zunehmende Zurückhaltung der Banken, wenn es um Investitionskredite geht. Dabei erfordert gerade ein holistischer und langfristig ausgerichteter Digitalisierungsansatz erhebliche finanzielle Anstrengungen.

Ziehen sich die Hausbanken aber zurück, wird der Wirtschaftsmotor Mittelstand ausgebremst und verliert im globalen Wettbewerb wichtige Marktanteile. Mario Ohoven, Präsident des BVMW, sieht zwar immer noch Banken und Sparkassen im Fokus der Mittelstandsfinanzierung, fordert aber auch eine intensivere Hinwendung zu alternativen Finanzierungsmöglichkeiten. Weiterhin kritisiert die AG Mittelstand eine unnötig restriktive Interpretation der Basel IV-Vorgaben, die gerade kleine und regionale Banken und Sparkassen als primäre Partner von KMUs benachteiligen.

Banken nicht mehr Ansprechpartner Nummer 1

Mittelständler sind es gewohnt, proaktiv zu handeln und nach pragmatischen Alternativen zu suchen anstatt sich zurückzulehnen und auf die Politik zu warten. Dementsprechend möchte ich ein paar alternative Finanzierungsformen vorstellen – und auch für die einzelfallabhängige Kombination dieser Methoden werben:

Factoring/Finetrading
Factoring setzt erst direkt nach der Erstellung einer Rechnung an, Finetrading schon wesentlich früher. Beide Finanzierungsformen ermöglichen es KMUs, Waren und Investitionen über einen Partner flexibel zu finanzieren, ohne die eigene Liquidität zu beeinträchtigen. Betriebe profitieren von Skonto-Einräumungen, die aufgrund der unmittelbar erfolgenden Rechnungsbegleichung durch den Finanzierungspartner möglich werden. Die schnelle Verfügbarkeit lässt die Nutzung von günstigen Gelegenheiten zu, während Bankkredite oftmals eine wesentlich längere Prüfungsphase erfordern.

Leasing
Leasing erfreut sich bereits seit geraumer Zeit einer konstanten Beliebtheit – und weitet sich immer weiter aus. Als atypischer Mietvertrag eröffnet ein Leasingabkommen im Vergleich mit einem klassischen Darlehen gewisse Steuer- und/oder Bilanzvorteile.

Crowdlending/Crowdinvesting
Im Gegensatz zum Leasing handelt es sich bei Crowdlending/Crowdinvesting um Finanzierungsformen, die erst durch das Internet ihre volle Schlagkraft ausspielen können. Im Grunde handelt es sich um die Aufteilung einer vergleichsweise hohen Investitionssumme in eine Vielzahl von Genussrechten, stillen Beteiligungen oder partiarischen Darlehen, die über das Web als Mikrokredite bei Kleinanlegern eingesammelt werden. Diese Anlageform lockt mit vergleichsweise hohen Renditeaussichten. Es besteht aber auch die Gefahr, dass der Mikroinvestor seinen Einsatz komplett verliert. Dieses Risiko verteilt sich aber in der Regel auf sehr viele Schultern und reduziert so den individuellen Verlust. Seit 2015 schützt das Kleinanlegergesetz Crowdinvestoren. Crowdlending kommt für Unternehmen in der Form des Peer-to-Business-Lendings infrage. Hier leihen einzelne Privatpersonen Betrieben unterschiedlich hohe Summen – oder stellen auch direkt alleine den benötigten Gesamtbetrag zur Verfügung. Gerade technologiefokussierte Unternehmen und/oder Start-ups nutzen webbasierte Finanzierungsalternativen.

Schuldscheindarlehen
Wer sich nicht am organisierten Kapitalmarkt nach einer Finanzierung umsehen will, findet vielleicht in dieser Finanzierungsvariante die für das eigene Unternehmen passende Möglichkeit, anstehende Investitionen zu tätigen und sich für die Herausforderungen der Digitalen Transformation fit zu machen.

Konsortialdarlehen
Geht es um sehr große Investitionsvolumina, die ein einzelnes Kreditinstitut nicht stemmen kann oder will, bietet sich der Konsortialkredit an, der das Risiko auf mehrere (mindestens zwei) Banken oder Sparkassen aufteilt. Diese bilden dann eine GbR und treten als Außenkonsortium gegenüber dem Kreditnehmer auf. Ob und in welcher Zusammensetzung ein Bankkonsortium für diesen Zweck gegründet wird, hängt sehr von der Kredithöhe und der gewünschten Laufzeit ab.

Fazit: Alternative Finanzierungsarten können sich lohnen

Von der Zusage bzw. Ablehnung eines klassischen Bankkredits sollten Mittelständler nicht ihre Zukunftsfähigkeit abhängig machen. Mittlerweile gibt es zunehmend interessante Alternativen, die einzeln oder in individuell passender Kombination dafür sorgen, dass KMUs auch weiterhin ihre wichtige wirtschaftliche und gesellschaftliche Rolle wahrnehmen können.

 
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