Verband der Deutschen Aussenwirtschaft

Deutsch (DE-CH-AT)English (United Kingdom)

Verband der Deutschen Aussenwirtschaft
SPD kündigt Widerstand gegen Altmaiers Mittelstandsstrategie an PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 02 October 2019 03:48
There are no translations available.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die SPD hat Widerstand gegen zentrale Bestandteile der Mittelstandsstrategie von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) angekündigt. "Das Wachstum des Mittelstands darf nicht auf Kosten der Beschäftigten gehen", sagte Sören Bartol, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Mittwochsausgaben). Darum werde es "keine Ausweitung der sachgrundlosen Befristung geben, es gilt der Koalitionsvertrag", so der SPD-Politiker weiter.

Auch der "Angriff des Wirtschaftsministers beim Mindestlohn" sei ohne Aufsicht auf Erfolg. Der von Altmaier geforderten erneuten Senkung der Arbeitslosenversicherung erteilte der SPD-Fraktionsvize ebenfalls eine Absage. "Angesichts einer sich abzeichnenden Konjunkturabkühlung dürfen die Rücklagen der Arbeitslosenversicherung nicht angetastet werden, eine erneute Senkung der Versicherungsbeiträge ist der falsche Weg", sagte Bartol.

Die vorhandenen Rücklagen würden für die Qualifizierung der Fachkräfte dringend gebraucht. Auch bei Altmaiers steuerpolitischen Vorschlägen will die SPD nicht mitmachen. "Wir brauchen Investitionen, das kostet Geld. Darum ist eine komplette Abschaffung des Soli auch komplett falsch", so der SPD-Politiker weiter. Positiv sei immerhin, dass der Wirtschaftsminister den Mittelstand endlich in den Blick nehme: "Dem Mittelstand ist geholfen, wenn der Staat in Infrastrukturen, Klimaschutz und Digitalisierung investiert", sagte Bartol den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

 
Bericht: SPD-Mittelstandsbeauftragter tritt zurück PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 02 October 2019 03:46
There are no translations available.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der SPD-Politiker Harald Christ gibt seinen Posten als SPD-Mittelstandsbeauftragter offenbar auf. In einem Schreiben an die Parteivorsitzenden und den Generalsekretär, über welches die "Bild" (Mittwochausgabe) berichtet, heißt es: "Aus Anlass der Wahl des/der neuen Parteivorsitzenden Anfang Dezember stelle ich mein Amt als Mittelstandsbeauftragter des SPD-Parteivorstands zur Verfügung." Damit wolle er der Parteiführung die Möglichkeit geben, die Position mit "einer geeigneten Person" zu besetzen.

Grund für den Rücktritt sei, dass er den aktuellen Kurs seiner Partei nicht teile: "Ich stehe für eine sachliche sozialdemokratische Mittelstands- und Wirtschaftspolitik, die inhaltlich mehr des Weitblicks eines Helmut Schmidt entsprochen hätte. Die SPD positioniert sich immer weiter nach links. Das macht es für mich schwierig, die Inhalte zu vertreten", sagte Christ der "Bild".

Seit Anfang September stellen sich Kandidaten auf Regionalkonferenzen für die neue SPD-Spitze vor, gewählt wird diese im Dezember. Von der neuen Führung erhoffe er sich, dass diese "Verantwortung übernimmt und nicht nur aus Reflex die Große Koalition beendet", so der SPD-Politiker.

 
Studie der Sparkassen - Mittelstand gut für Krise gerüstet PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 25 September 2019 02:23
There are no translations available.

Experten zufolge schwächt sich die Konjunktur ab. Eine Studie zeigt nun, dass der deutsche Mittelstand gut gewappnet für die Rezession ist.

Die Mittelständler in Deutschland trotzen der Sparkassen-Finanzgruppe zufolge der weltweiten Konjunkturabkühlung. Die kleinen und mittleren Unternehmen erwarteten 2019 und 2020 zwar geringeres Umsatzwachstum, sagte Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis bei der Vorlage einer Studie zu rund 300.000 Firmen.

"Die Unternehmen sind aber absolut wettbewerbsfähig, hervorragend in ihren Märkten platziert und gut gerüstet, um einem möglichen Abschwung entgegenzutreten." Dies gelte vor allem im Vergleich zur schweren Rezession 2009.

 
EU moniert zu scharfe Datenschutz-Vorgaben für deutsche Firmen PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 02 October 2019 03:44
There are no translations available.

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - Dass Deutschland beim Datenschutz mit schärferen Regeln teilweise vom EU-Standard abweicht, stößt auf Kritik der EU-Kommission. Konkret geht es um die Pflicht für Unternehmen, einen Datenschutzbeauftragten zu benennen: In einer "Bestandsaufnahme" zu den neuen Datenschutzbestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) für das EU-Parlament und den EU-Rat, über die das "Handelsblatt" berichtet, konstatiert die Kommission, dass die Mitgliedstaaten in "einigen Fällen" Öffnungsklauseln genutzt und damit zusätzlich zu der Verordnung Regelungen eingeführt hätten, "was zu einer Fragmentierung führt und unnötige Belastungen zur Folge hat". Explizit nennt die Kommission in ihrem Papier "die Verpflichtung nach deutschem Recht, einen Datenschutzbeauftragten in Unternehmen zu benennen, die mindestens 20 Mitarbeiter beschäftigen und permanent an der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beteiligt sind".

Der Bundestag hatte diese Vorgabe kurz vor der Sommerpause mit dem sogenannten zweiten Datenschutzanpassungsgesetz beschlossen. Vorher galt für die Benennung eines Datenschutzbeauftragten die Schwelle von zehn Mitarbeitern, die tatsächlich mit der Verarbeitung personenbezogener Daten zu tun haben. Die DSGVO sieht zwar auch eine Benennungspflicht für Datenschutzbeauftragte vor, allerdings ohne diese an eine konkrete Mitarbeiterzahl zu knüpfen.

Entscheidend ist vielmehr, ob ein Unternehmen in seiner Kerntätigkeit mit Datenverarbeitung zu tun hat oder mit sensiblen Daten arbeitet. Als Konsequenz fordert die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) nun, die deutsche Regelung zu kippen. Sie sei "überflüssig, mittelstands- und ehrenamtsfeindlich", sagte MIT-Bundeschef Carsten Linnemann dem "Handelsblatt".

Es mache keinen Sinn, dass auch Betriebe, deren Kerngeschäft gar nicht die Datenverarbeitung sei, einen teuren Datenschutzbeauftragten bestellen müssen. "Aus meiner Sicht sollten wir die deutsche Sondervorschrift ganz abschaffen oder wenigstens die Grenze deutlich auf 50 Mitarbeiter anheben."

 
Eurasia-Chef fürchtet geopolitische und wirtschaftliche Rezession PDF Print E-mail
Written by thomas.jaeger   
Wednesday, 25 September 2019 02:21
There are no translations available.

New York (dts Nachrichtenagentur) - Der Chef der internationalen Politikberatung Eurasia-Group, Ian Bremmer, hat vor einer geopolitischen Rezession gewarnt, die "schnell in eine Rezession der Weltwirtschaft umschlagen" könne. "Die geopolitische Rezession verschärft sich. Das gilt nicht nur für den Iran-Konflikt und den Handelskrieg zwischen den USA und China. Hinzu kommen neue auch Spannungen zwischen Südkorea und Japan", sagte Bremmer dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). Es sei sehr ungewöhnlich, dass die Weltwirtschaft so stark von geopolitischen Risiken beeinträchtigt werde. Die Unternehmen seien sehr besorgt über die Folgen eines harten Brexits, die Auswirkungen des globalen Handelskrieges und den starken Ölpreisanstieg nach den Attacken in Saudi-Arabien, so der Risikoberater weiter.

"Wir sind auf eine neue Krise nicht vorbereitet", so Bremmer. Es fehle der gemeinsame Wille, sich dagegen zu stemmen. Dies beginne "schon innerhalb der USA, die politisch tief gespalten" seien.

"Aber auch die Kooperation mit den Verbündeten ist heute viel schwächer. China wird heute als Teil des Problems angesehen und die Russen versuchen, aus den zahlreichen Krisen politisches Kapital zu schlagen", sagte Bremmer dem "Handelsblatt".

 
<< Start < Prev 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Next > End >>

Page 2 of 24