Verband der Deutschen Aussenwirtschaft

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Umfrage der AHK: Deutsche Wirtschaft vor Ort leidet unter Russland-Sanktionen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: c.rogler   
Samstag, den 19. Dezember 2015 um 22:07 Uhr

(dihk.de) - Die EU-Sanktionen gegen Russland sind für die vor Ort aktiven deutschen Unternehmen schmerzlich. Bereits jetzt spüren zwei von drei Betrieben die negativen Folgen der Strafmaßnahmen, wie eine aktuelle Umfrage der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) Russland zeigt.

"Die deutsche Wirtschaft leidet in Russland, und sie leidet sehr deutlich", sagte AHK-Präsident Rainer Seele, der die Erhebung unter den 850 AHK-Mitgliedern heute gemeinsam mit Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), in Berlin vorstellte. "Der Markt kommt erst 2017 wieder richtig in Schwung."

Nach Einschätzung des DIHK dürften sich die deutschen Exporte nach Russland in diesem Jahr auf rund 20 Milliarden Euro belaufen. "Das ist fast schon eine Halbierung verglichen mit 2013", betonte Volker Treier in Berlin. Für 2016 sei ein weiterer Rückgang der Warenexporte um rund fünf Prozent zu erwarten.

 

Knapp jedes zweite Unternehmen vor Ort sei von Beschränkungen am Finanzmarkt betroffen, berichtete Treier, jedes vierte bekomme firmenbezogene Sanktionen zu spüren, ebenfalls jedes vierte Einschränkungen bei Dual-use-Gütern. Seit dem Start der Sanktionen im März 2014 hat gut die Hälfte der Befragten Umsatzeinbußen erlitten; bei 13 Prozent der Unternehmen lag der Rückgang über 50 Prozent.

 

Die Ergebnisse der Umfrage können unter www.dihk.de/ressourcen/downloads/ahk-umfrage-sanktionen-15.pdf/at_download/file?mdate=1450440786835 downgeloadet werden.

(Bild: Ekaterina Benthin/pixelio.de)

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 19. Dezember 2015 um 22:08 Uhr