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DIHK: Deutsche Exporte in den Iran könnten sich verfünffachen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: c.rogler   
Samstag, den 05. März 2016 um 17:36 Uhr

(dihk.de) Anlässlich des 1. Deutsch-Iranischen Wirtschaftsforums, das am Donnerstag im Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) stattfand, hat DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier erneut auf die guten Perspektiven für die Wiederbelebung der traditionell engen Handelsbeziehungen beider Länder verwiesen.

"Der Iran war in den 1970er Jahren der zweitwichtigste Handelspartner für die deutsche Wirtschaft außerhalb Europas", erinnerte Treier gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Der DIHK-Außenwirtschaftschef freute sich, beim Wirtschaftsforum im DIHK rund 400 Teilnehmer begrüßen zu können. Das große Interesse unterstreiche das enorme Potenzial des Iran für deutsche Unternehmen. "Mit der Aufhebung der Wirtschaftssanktionen und dem Wahlsieg der Reformer bei den Parlamentswahlen ist der Kurs der wirtschaftlichen Öffnung von Staatschef Rohani gestärkt."

Für die deutsche Wirtschaft bestehe die Chance auf Aufträge in Milliardenhöhe, so Treier. Der Iran besitze die viertgrößten Erdölreserven und sogar die zweitgrößten Gasressourcen weltweit. Allein im Ölgeschäft wolle der Iran Projekte mit einem Auftragsvolumen von rund 170 Milliarden Euro anschieben.

 

"Mit den gewaltigen iranischen Rohstoffvorkommen als Trumpf könnten sich die deutschen Exporte in den Iran innerhalb weniger Jahre auf rund 10 Milliarden Euro verfünffachen – und in Deutschland rund 80 000 neue Arbeitsplätze entstehen", prognostizierte der Außenwirtschaftsexperte.

 

Am Rande des 1. Deutsch-Iranischen Wirtschaftsforums in Berlin wurde ein Memorandum of Understanding (MoU) zwischen der Iranischen Industrie- und Handelskammer (ICCIMA) und dem DIHK unterschrieben.

Pedram Soltani, ICCIMA-Vize-Präsident Volker Treier, stellvertretender DIHK-Hauptgeschäftsführer unterzeichneten das MoU, das eine engere Zusammenarbeit und den Ausbau der Kooperation bei Staatsbesuchen und hochrangigen Delegationsreisen zwischen beiden Kammern im Iran und in Deutschland vorsieht.

(Bild: Bernd Sterzl/pixelio.de)

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 05. März 2016 um 17:43 Uhr