Verband der Deutschen Aussenwirtschaft

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Leiter der Deutsch-Russischen AHK wechselt nach Berlin PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: c.rogler   
Freitag, den 01. April 2016 um 22:00 Uhr

 

(rbth.de) - Am 31. März gibt es einen Führungswechsel bei der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) in Moskau. Michael Harms, seit 2007 an der Spitze der Kammer, wechselt als Geschäftsführer zum Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft nach Berlin. Einziger Kandidat für seine Nachfolge ist der bisherige Leiter des Spiegel-Büros in Moskau, Matthias Schepp.

Das Magazin „Russia Beyond The Headlines“ (RBTH) hat den scheidenden Geschäftsführer interviewt:

Warum verlassen Sie die AHK, Herr Harms?

Nach fünf Jahren wird in jedem Beruf vieles zur Routine, da will man auch mal etwas anderes machen. Mein Vertrag lief bis 2017, ich hatte meinem Arbeitgeber bereits mitgeteilt, dass ich danach nicht weiter machen würde, jetzt kam zufällig das Angebot vom Ost-Ausschuss.

Was macht eigentlich ein AHK-Vorsitzender den ganzen Tag?

Meine Kinder fragen mich das auch immer. Rein äußerlich betrachtet, verdiene ich mein Geld damit, E-Mails zu schreiben. Aber im Ernst: Wir kümmern uns um das Netzwerk der deutschen Firmen, organisieren Veranstaltungen, pflegen Kontakte in die Politik und werben um die Verbesserung von Rahmenbedingungen. Schließlich helfen wir den Firmen bei konkreten Themen wie Arbeitsgenehmigungen oder der Personalsuche.

Was war ihr höchster Kontakt in der russischen Politik?

Ministerpräsident Medwedew. Bis zu Putin habe ich es nicht geschafft. Zwar habe ich auch ihm mal die Hand geschüttelt, aber nie persönlich mit ihm zusammengearbeitet.

 

Und wie ist Medwedew so?

Gut gelaunt, relativ locker, sehr wortgewandt. Er reagiert gut als Ansprechpartner. Zu seiner Wirksamkeit kann man bekanntlich geteilter Meinung sein.

Welche Aufgabe erwartet Sie beim Ost-Ausschuss?

Der Ost-Ausschuss befasst sich ja nicht nur mit Russland und seine Themen sind allgemeiner, näher dran an der Politik. Von Berlin kann man auch schwer das Zollproblem einer Firma lösen, was ich in Moskau oft machen musste.

(Fortsetzung hier...)

(Bild: Helga Hauke/pixelio.de)

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 01. April 2016 um 22:02 Uhr