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DIHK: Wirtschaftsbeziehungen zu Polen entwickeln sich weiter positiv PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: c.rogler   
Sonntag, den 19. Juni 2016 um 08:27 Uhr

 

 

(dihk.de) Am 17. Juni 1991 wurde der deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag geschlossen. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), nahm das morgige Jubiläum zum Anlass, auf die guten bilateralen Wirtschaftsbeziehungen hinzuweisen.

Der Handel zwischen Deutschland und Polen habe in den vergangenen Jahren enorm zugelegt und werde 2016 „voraussichtlich die 100-Milliarden-Euro-Grenze knacken“, sagte Schweitzer der Nachrichtenagentur Reuters.

Als Gründe nannte er die „traditionell engen deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen und die robuste Wirtschaftsentwicklung Polens der letzten Jahre“. Deutschland sei seit über 20 Jahren wichtigster Handelspartner des Nachbarlandes. Dieses wiederum rangiere für die Bundesrepublik seit Längerem ebenfalls unter den Top Ten der Partner im Außenhandel.

„Sechs von zehn Mitgliedsunternehmen der deutsch-polnischen AHK sind derzeit zufrieden mit ihrer Lage“, berichtete der DIHK-Präsident von der jüngsten Konjunkturumfrage der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) vor Ort. Allerdings sehe rund ein Drittel von ihnen schlechtere Zeiten auf Polens Wirtschaft zukommen. „Herausforderungen sind die derzeit stark steigenden Löhne in Polen, die den Kostenvorteil verringern, sowie die demografische Entwicklung“, berichtete Schweitzer.

 

Dass der Fachkräftebedarf auch in Polen steigen werde, könne "neue Chancen der Zusammenarbeit zum Beispiel bei der dualen Berufsausbildung eröffnen", gab er zu bedenken. Potenziale im Nachbarland bestünden zudem etwa in der Entwicklung der Infrastruktur für Verkehr, IT und Energieversorgung. „Hier können deutsche Unternehmen zum Zuge kommen“, so der DIHK-Präsident.

 

 

Den 25. Jahrestag des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrags nannte Schweitzer einen „hervorragenden Anlass, die insgesamt guten Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Polen zu feiern“. Angesichts der aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen weltweit sei es „wichtiger denn je, die Vernetzung der deutschen Wirtschaft gerade in Europa zu vertiefen“. Die AHK Polen unterstütze dabei als größte bilaterale Kammer im Nachbarland deutsche und polnische Unternehmen.

(Bild: Roger Mladek/pixelio.de)

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 19. Juni 2016 um 08:29 Uhr