Verband der Deutschen Aussenwirtschaft

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Exporte halbiert: Deutsche Wirtschaft kämpft gegen Folgen des Sanktions-Wahnsinns PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: c.rogler   
Samstag, den 25. Februar 2017 um 22:43 Uhr

(dihk.de) Die russische Wirtschaft kommt 2017 langsam aus der Krise; und deutsche Unternehmen profitieren von der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU): Das sind die zentralen Ergebnisse zweier Umfragen, die im Rahmen der Konferenz "Neue Regeln, neue Räume – Chancen in Russland und in der EAWU" kürzlich in Berlin vorgestellt wurden.

Die fünfte gemeinsame Russland-Konferenz des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) Russland behandelte in diesem Jahr erstmals auch die Chancen, die die EAWU hiesigen Unternehmen eröffnet. Entsprechend waren auch die Repräsentanz der Deutschen Wirtschaft in Belarus sowie die Delegation der Deutschen Wirtschaft in Kasachstan eingebunden.

Zudem wurden bei der Veranstaltung "Neue Regeln, neue Räume" nicht nur die 14. Geschäftsklima-Umfrage des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und der AHK Russland präsentiert, sondern auch die EAWU-Umfrage 2017.

An der Erhebung zu Russland hatten sich insgesamt 190 Unternehmen beteiligt, die vor Ort insgesamt 122.000 Mitarbeiter beschäftigen und rund 29 Milliarden Euro umsetzen. Das Fazit: Sowohl das unternehmerische Umfeld als auch die Geschäftserwartungen der deutschen Unternehmen im Russland-Geschäft haben sich trotz der gegenseitigen Wirtschaftssanktionen zuletzt spürbar verbessert.

"Russland ist der deutschen Wirtschaft in den letzten drei Jahren als Handelspartner fast abhandengekommen", kommentierte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier die Ergebnisse heute in Berlin. "Der Export hat sich seit 2013 fast halbiert." Immerhin sei die Phase rückläufiger Ausfuhren jetzt aber durchschritten. "Es trägt wirtschaftlich erste Früchte, dass Politik und Wirtschaft trotz Sanktionsregimes die Gesprächskanäle immer offengehalten haben", so Treier.

Die EAWU-Umfrage beruht auf den Antworten von 92 deutschen Betrieben, die in Belarus, in der Russischen Föderation und in Kasachstan tätig sind. Als größte Vorteile des regionalen Wirtschaftsbündnisses sehen sie die Abschaffung von Zollgebühren und den größeren Absatzmarkt.

(Bild: TiM Caspary/pixelio.de)

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 25. Februar 2017 um 22:47 Uhr