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Iran: DIGK hofft auf weitere wirtschaftliche Öffnung nach Wiederwahl Rouhanis PDF Print E-mail
Written by c.rogler   
Thursday, 25 May 2017 10:40
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(dihk.de) Nach dem Sieg von Amtsinhaber Hassan Rohani bei den iranischen Präsidentschaftswahlen am Wochenende rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit einer weiteren Verbesserung der deutsch-iranischen Handelsbeziehungen.

"Mit der Wahl haben sich die Iraner mehrheitlich für den Weg der wirtschaftlichen Öffnung ihres Landes entschieden", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier der Nachrichtenagentur dpa. "Aus Sicht der deutschen Wirtschaft ist das ein hoffnungsvolles Zeichen."

Denn der Blick auf die Zahlen stimme positiv; das deutsch-iranische Handelsvolumen habe in den vergangenen Monaten stetig zugelegt. Die deutschen Exporte seien 2016 um 25 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gestiegen und hätten im ersten Quartal 2017 nochmals um 40 Prozent zugelegt. Auch bei den Einfuhren aus dem Iran habe ein Plus von mehr als 10 Prozent gegeben.

"Insbesondere der Maschinen- und Anlagenbau, die Petrochemie und die Automobilbranche können vom Geschäft mit dem Iran profitieren", betonte Treier. "Mittelfristig ist ein Exportvolumen von 5 Milliarden Euro realistisch."

Voraussetzung sei allerdings, dass sich die Rahmenbedingungen noch weiter verbesserten. "Die Bundesregierung sollte sich daher auf EU-Ebene für eine Harmonisierung der EU- und US-Sanktionen einsetzen und die kreditgebende Wirtschaft bei der Finanzierung des Iran-Geschäfts stützen", forderte der DIHK-Außenwirtschaftschef.

(Bild: Helga Hauke/pixelio.de)

 

Last Updated on Thursday, 25 May 2017 10:42