Verband der Deutschen Aussenwirtschaft

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Finanzierung und Kreditvergabe: Mittelstand in Sorge
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Die Reform der Eigenkapitalvorschriften für Banken (Basel IV) ist auf der Zielgeraden. Unternehmerverbände befürchten negative Auswirkungen auf die Finanzierung des Mittelstands.

Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) hat kürzlich ausgerechnet, dass bei identischer Umsetzung der neuen Baseler Vorgaben ("Basel IV") die Mindestkapitalanforderungen für Kreditinstitute in Deutschland im Durchschnitt um 40 Prozent steigen. Bei kleinen und mittleren Instituten seien das immerhin rund 15 bis 20 Prozent.

Durch eine deutliche Erhöhung der Eigenkapitalvorschriften würden die Banken also zusätzlich belastet, was vor allem kleinere und risikoärmere Institute überproportional treffen würde. Gerade bei diesen kleineren Banken und Sparkassen haben aber Mittelständler oft ihr Geschäftskonto. Der Mittelstand befürchtet steigende Kreditkosten oder Restriktionen bei der Kreditvergabe.

Die USA wenden die Vorschriften für kleine Institute nicht an

In einer gemeinsamen Erklärung der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand heißt es: "Die EU-Gesetzgeber sind aufgerufen, bei der Umsetzung der Baseler Vorgaben negative Auswirkungen auf die Mittelstandsfinanzierung zu verhindern." Zehn Verbände arbeiten in der AG Mittelstand zusammen, darunter auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks.

Die Mittelstandsvertreter kritisieren unter anderem, dass in Europa anders als etwa in den USA alle Kreditinstitute den neuen Vorgaben unterworfen werden. Der Baseler Ausschuss habe die Vorgaben jedoch nur für international tätige Banken entwickelt.

Die USA würden die Vorschriften nur auf die größten Institute anwenden, nicht aber auf die rund 6.000 lokalen und regionalen Banken wie Community Banks oder Credit Unions.

Nicht durch Überregulierung über das Ziel hinausschießen

Die AG Mittelstand fordert nun von den Verantwortlichen eine bessere Abstufung der Regeln auch in der EU. Das würde auch dem europäischen Proportionalitätsgedanken Rechnung tragen. Kleine und mittlere Kreditinstitute wie Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenbanken dürften nicht durch bürokratische Pflichten überlastet werden.

Auch der KMU-Unterstützungsfaktor (KMU-Korrekturfaktor) in der EU sollte beibehalten werden. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) würden 99 Prozent aller Betriebe repräsentieren. Sie stellen einen wesentlichen Anteil – in Deutschland 60 Prozent – der Arbeitsplätze in Europa. "Bei den in den vergangenen fünf Jahren neu geschaffenen Arbeitsplätzen entfallen sogar 85 Prozent auf die KMU", heißt es in der Pressemitteilung.

Quelle: AG Mittelstand

 
Digital FutureCongress in Frankfurt und München
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Der Digitalisierung im Mittelstand widmet sich auch 2020 der Digital FutureCongress. Neben einer Veranstaltung in Frankfurt Mitte Februar, findet die IT-Kongressmesse im Mai 2020 erstmals in der bayerischen Landeshauptstadt statt.

Am 18. Februar öffnet mit dem Digital FutureCongress in Frankfurt wieder die “umfangreichste (Netzwerk-)Plattform für Digitalisierung, nachhaltige Datentransformation und moderne Informationstechnik in Hessen ihre Tore“, so die Veranstalter.

Mittelständische Entscheider erwarten auf dem eintägigen Branchentreffen mehr als 160 Aussteller sowie zahlreiche Sonderausstellungsflächen. Zum ersten Mal wird es außerdem eine Start-up-Area inklusive Pitch-Bühne geben. Workshops und Vorträge können die Teilnehmer zu den folgenden Themen besuchen:

Online-Marketing und Prozessoptimierung
Prozessoptimierung und IT-Infrastruktur
Arbeit 4.0 und Future Thinking
Cybersecurity und Datensicherheit
Digitalisierung und Transformation

Weitere Informationen zum Programm sind auf der Website des Digital Future Congress verfügbar. Die Tickets für den Digital FutureCongress kosten 69 Euro.

Mittelstand trifft Digitalisierung – jetzt auch in München

Am 28. Mai findet der Digital FutureCongress erstmals in München statt. Ziel ist es, Geschäftsführer und IT-Verantwortliche rund um die Optimierung digitaler (Geschäfts-)Prozesse in mittelständischen Unternehmen zu informieren. Besucher erwarten neben 150 Ausstellern und Sonderausstellungen zu den Themen “Future Office“ und “Future Mobility“ fünf Bühnen mit zahlreichen Vorträgen und Workshops.

Weitere Informationen zum Programm in München finden Sie auf der Website des Digital Future Congress. Bis 28.02. gibt es noch Early Bird Tickets für 29 Euro. Danach liegt der Ticketpreis regulär ebenfalls bei 69 Euro.

 
Firmen in der Krise wünschen sich mehr Erfahrungsaustausch
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Das Institut für Mittelstands­forschung (IfM) Bonn hat unter­sucht, wie sich kleine und mittlere Unter­nehmen in Krisen schlagen. Konkret ging es um die beson­deren Be­din­gun­gen von frauen­geführten und von migranten­geführten Firmen.

Dass die IfM-Studie „Krisen von KMU. Herausforderungen, Verlauf und Resilienz frauen- und migrantengeführter Unternehmen“ zugleich die Unternehmen von Frauen und Migranten in den Fokus rückt, erstaunt auf den ersten Blick, hat aber gute Gründe. Beide Gruppen betreiben überwiegend kleine Gewerbe bis Kleinstunternehmen und haben in Krisensituationen mit den entsprechenden größenbedingten (Wettbewerbs-)Nachteilen zu kämpfen, beide stehen meist in einem intensiven Wettbewerb und haben wenig Spielraum bei der Preisgestaltung, und in beiden Gruppen ist die unternehmerische Arbeit meist eng mit dem Privatleben verschränkt. Und: In beiden Fällen lässt das Tagesgeschäft kaum zeit für ein hinreichendes strategisches, sprich vorbeugendes (Krisen-)Management, in beiden Fällen sind daher unerwartete Liquiditätsengpässe der Hauptfaktor von Krisenphasen.

Angesichts dessen ist erstaunlich, wie gut sich die untersuchten Firmen in Krisen behaupten – vor allem, wenn man bedenkt, dass durch einfaches Risikomanagement (formalisierter Risikokatalog), Inanspruchnahme von Beratungsleistungen etc. noch mehr Handlungsspielraum zu gewinnen wäre. Speziell bei den Geschäftsführerinnen scheint es so zu sein, dass Frauen noch schärfer auf die Zahlungsmoral ihrer Kunden achten könnten. Die Studienautoren Dr. Christian Dienes und Dr. Susanne Schlepphorst formulieren das so:

„Dass frauengeführte Unternehmen mehr als doppelt so häufig wie männergeführte aufgrund von schleppenden Zahlungen ihrer Kunden in die Krise geraten, könnte unter anderem daran liegen, dass Frauen negative soziale Konsequenzen scheuen, wenn sie gegenüber anderen als zu fordernd auftreten oder nicht dem stereotypisch weiblichen Bild entsprechen […] und infolgedessen weniger stark auf die Begleichung von Rechnungen drängen.“

Die wichtigsten Unterschiede liegen zum einen in den Branchen – auf Migrantenseite sind vor allem Gastgewerbe und Handel vertreten, Frauen sind überwiegend im Dienstleistungssektor unterwegs –, zum anderen im Alter der Unternehmen: Knapp 60 % der frauengeführten Firmen wurden vor mehr als 20 Jahren gegründet (männergeführte Unternehmen: 38 %). Demgegenüber sind migrantengeführte Unternehmen überdurchschnittlich jung. Der Anteil von Unternehmen, die von Personen mit Migrationshintergrund geleitet werden, macht etwa 10 % aus, der Anteil von frauengeführten Unternehmen beträgt ca. 15 %.

Insgesamt dürfte die Krisenfestigkeit tatsächlich zum großen Teil mit der stark familienverschränkten Arbeitsweise zu tun haben. Um es auf den Punkt zu bringen: In der Krise gibt es Eintopf statt Schnitzel. Wenn es der Firma schlecht geht, greift man finanzielle Reserven an und die ganze Familie steckt zurück, die z.T. auch bereit ist, finanziell auszuhelfen. Allerdings hat diese enge Verschränkung Vor- und Nachteile:

„Solange diese Familienmitglieder unter Umständen bereit sind, auf einen Teil ihrer Entlohnung zu verzichten und auf diese Weise zur Reduzierung der Arbeitskosten beizutragen, kann sich dieses Vorgehen als unkritisch erweisen. Ein bloßes Festhalten an Personal aus Loyalitätsgründen kann jedoch die Krise verschärfen.“

Was „Unternehmerinnen und Unternehmer ungeachtet ihrer Herkunft und ihres Geschlechts“ in einer Krise am meisten vermissen, ist der Austausch mit anderen Führungskräften, gefolgt von sofort brauchbaren Informationen, ob online oder vonseiten der Verbände. In diesem Zusammenhang verweist die Studie auch auf das Portal Offensive Mittelstand, das regionale Netzwerke listet und fördert.

 
Mittelstand für flexiblere Arbeitszeiten – aber gegen Lohnausgleich
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die mittelständischen Arbeitgeber befürworten mehr Arbeitszeitflexibilität, allerdings nicht bei vollem Lohnausgleich. "Arbeitszeitverkürzungen mit vollem Lohnausgleich sind weder ökonomisch zu rechtfertigen, noch angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels bezahlbar", sagte der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben). "Entscheidend ist, dass sich der Faktor Arbeit nicht verteuert."

Es dürfe keine Wiederauflage der Diskussion um die Einführung der 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich durch die Hintertür geben. Generell sind die Mittelständler bereit, stärker auf den Wunsch nach einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf in ihren Betrieben einzugehen. "Branchen, in denen sich Arbeitnehmer und Unternehmensleitung auf beiderseitig akzeptable Arbeitszeitmodelle einigen, sollten davon Gebrauch machen dürfen", sagte Ohoven weiter.

"In Absprache mit den Mitarbeitern muss dann aber auch die tägliche Höchstarbeitszeit durch Jahresarbeitszeitkonten ersetzt werden können." Zuvor hatte sich Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) im "Tagesspiegel" für mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten ausgesprochen, um Menschen in bestimmten Lebensphasen mehr Raum für das Privatleben zu geben.

 
Robotik: Online-Plattform hilft Mittelstand bei Automatisierung
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ABB fokussiert bei seiner neuen Plattform für den Mittelstand besonders das Potenzial von kollaborativen Robotik-Lösungen und Services. Mit einer Investition in zukunftsfähige Produktionstechnologie sollen Mittelständler dem harten Wettbewerb, steigenden Kundenanforderungen und dem Fachkräftemangel gerecht werden können.

ABB hat für verschiedene Anwendungsfälle Lösungen entwickelt: von großen Industrierobotern für schwere Aufgaben über sehr schnelle Roboter – etwa für die Verpackung von Lebensmitteln – bis hin zur neuesten Generation kollaborativer Roboter wie YuMi, die sich ideal für die Kleinteilemontage eignen.

Mensch-Roboter-Kollaboration

Besonders der Aspekt der Mensch-Roboter-Kollaboration gewinnt im Mittelstand zunehmend an Bedeutung. Sie erfordert unter anderem, dass Menschen in der Nähe der Produktionslinien in einer Weise arbeiten, die immer sporadischer und unvorhersehbarer wird – zum Beispiel beim Einbringen unterschiedlicher Materialien, bei Programmänderungen oder beim Prüfen neuer Durchläufe. Mit der sicherheitszertifizierten Software SafeMove2 bietet ABB die Möglichkeit, jeden Industrieroboter in eine kollaborative Anwendung zu integrieren und gleichzeitig Sicherheit für den Werker zu gewährleisten.

Anpassung an neue Gegebenheiten

Hinzu kommt die Tatsache, dass mittelständische Unternehmen zunehmend intuitive Lösungen benötigen, die eine flexible Produktion und schnelle Anpassung an neue Gegebenheiten ermöglichen. Selten haben die Betriebe dabei eigene Roboterspezialisten im Haus. Kollaborative und flexibel einsetzbare Roboter wie YuMi von ABB setzen hier die Eintrittsbarriere deutlich herab. Aufgrund von „Lead-Through-Programming“ kann eine Roboterprogrammierung ohne tiefergehende Programmierkenntnisse erfolgen.

Branchen

Die Online-Plattform bietet vor allem für Mittelständler aus Branchen wie Stahl- und Metallverarbeitung, Lebensmittel, Pharmazeutik, Elektronik, Kunststoff, Holz- und Möbelverarbeitung und Logistik umfangreiches Informationsmaterial in Form von Blog-Artikeln, Webinaren und E-Books. „Die Zeiten, in denen Roboter nur autark hinter Schutzzäunen arbeiten, sind passé“, betont Jörg Reger, Geschäftsführer der Robotik & Automation von ABB in Deutschland. „Dabei lässt sich die robotergestützte Automatisierung leichter umsetzen, als viele Mittelständler denken. Dies wollen wir auf unserer neuen Online-Plattform anschaulich vermitteln.“

 
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