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DIHK: Günstige Rohstoffpreise könnten Weltkonjunktur eintrüben

 

(dihk.de) Dass Erdöl derzeit sehr günstig ist, freut Verbraucher und Unternehmen – noch. Vor den Schattenseiten des Preisverfalls hat jetzt Volker Treier, Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), gewarnt.

Günstige Rohstoffe deuteten üblicherweise auf eine schwache Weltkonjunktur, erläuterte Treier der "Stuttgarter Zeitung". Dies gelte aber nicht für den aktuellen Ölpreis – der sei vor allem den Angebotsausweitungen geschuldet.

Zwar habe die Organisation erdölexportierender Länder vereinbart, die Ölproduktion des Kartells weiter zu drosseln. Dennoch sei das Angebot auf dem Markt sehr groß. Zum einen förderten einige Opec-Staaten wie Nigeria und Libyen wieder deutlich mehr Öl, berichtete der DIHK-Chefvolkswirt. Zum anderen erlebten die USA einen erneuten Fracking-Boom.

"Die Folge sind übervolle Läger und damit sinkende Preise", so Treier. "Das Ölpreis-Doping der deutschen Konjunktur geht also weiter." Die Milliarden-Entlastung freuten Unternehmen und Verbraucher in Deutschland und vielen anderen Ländern. "Für die Förderstaaten und deren Finanzlage bedeuten sie hingegen eine Belastung."

Und: Blieben die Preise langfristig unter der 50-Dollar-Marke, steige außerdem das Risiko, dass zu wenig in neue Bohrlöcher investiert werde und daraus in den nächsten Jahren ein Unterangebot mit stark steigenden Preisen entstehe.

"Das trifft dann auch einen großen Teil unserer Unternehmen", warnte Treier. "Denn auch wenn die Bedeutung von Öl für das Wirtschaftswachstum in Deutschland stetig abnimmt, bleibt Öl noch auf Jahre der wichtigste Energieträger, sowie für Verkehr und Chemie der zentrale Rohstoff."

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Argentinien: Deutsche Zulieferer im Wettbewerb mit China

 

Berlin/Buenos Aires (ots) - Bundeskanzlerin Angela Merkel reiste am 7. Juni 2017 nach Argentinien. Nach Ankunft in Buenos Aires nahm die Bundeskanzlerin am 8. Juni an einem Frühstück mit Vertretern der Wirtschaft teil. Anschließend stand ein Treffen mit dem argentinischen Präsidenten Mauricio Macri auf dem Programm.

Präsident Macri hat Ende 2015 die Wende in der Wirtschaftspolitik eingeleitet. Die unter seiner Amtsvorgängerin Cristina Kirchner herrschenden Preis- und Devisenkontrollen wurden aufgehoben, der Außenhandel liberalisiert, die Exportsteuern weitgehend abgeschafft. "Trotz Reformen kommt Argentiniens Wirtschaft bisher nur langsam in Fahrt. Ein nachhaltiger Aufschwung ist sicherlich auch davon abhängig, ob es der Macri-Regierung nach den Parlamentswahlen im Oktober gelingt, weitere Strukturreformen umzusetzen", sagt Carl Moses von Germany Trade & Invest (GTAI) in Buenos Aires. Der Abbau der für ein Schwellenland sehr hohen Staatsquote von fast 40 Prozent des BIP und die Verminderung der entsprechend hohen Steuerbelastung der Wirtschaft dürften laut Moses zu den schwierigsten Vorhaben zählen.

Seit Jahresmitte 2016 zieht die Konjunktur allmählich an. Die Belebung wird bisher vor allem von der exportstarken Landwirtschaft getragen. Sorgenkind bleibt vorerst die verarbeitende Industrie, die allgemein unter geringer Wettbewerbsfähigkeit und unter der Krise in Brasilien, ihrem wichtigsten Exportmarkt, leidet.

Argentiniens Regierung hat ein ehrgeiziges Programm zur Verbesserung der Infrastruktur auf den Weg gebracht. Zu den Schwerpunkten gehören die Modernisierung von Straßen und Bahnen sowie der Ausbau von Wasserversorgung und Kanalisation. Ein großer Teil der Vorhaben soll mit Beteiligung privater Investoren gestemmt werden.

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Rekordzahlen bei Investitionen in Deutschland

 

 

Berlin (gtai) - Mit über 3600 ausländischen Investitionsprojekten in ganz Deutschland wurde 2016 eine neue Rekordmarke aufgestellt, 2015 waren es noch 2300 Projekte. Die von Germany Trade & Invest (GTAI) in Zusammenarbeit mit den Bundesländern zusammengestellten Zahlen zeigen, dass die Zunahme der Anzahl der Unternehmensansiedlungen eher gering ausfiel (von 1912 auf 1944), dafür aber der Zuwachs bei den Übernahmen und Beteiligungen deutlich ist (413 auf 1707).

"Bei den M&A (Mergers & Akquisition) ist besonders bemerkenswert, dass China gerade einmal auf Platz vier liegt, mit 47 Transaktionen. Auf dem ersten Rang liegen die USA – mit 571 Projekten. Unsere Kernaufgabe sind die Neuansiedlungen bzw. Erweiterungen oder Umsiedlungen von Unternehmen. Auch hier gab es erneut einen Zuwachs. In diesem Zusammenhang sind uns zwei Punkte sehr wichtig: 17 Prozent der Unternehmen planen in Deutschland Investitionen in die Produktion und Forschung, der Industrie- und Innovationsstandort ist also sehr gefragt. Eine Auswirkung des Brexit auf die Investitionen können wir bisher noch nicht feststellen. Wir gehen aber davon aus, dass das noch kommen wird", erklärt Achim Hartig, Abteilungsleiter der Investorenanwerbung bei GTAI.

Bei den sogenannten Greenfield-Investitionen stammen 281 Projekte aus China, auch hier eine Rekordmarke. Die USA (242 Projekte) und die Schweiz (194 Projekte) liegen auf den Rängen zwei und drei der wichtigsten ausländischen Investoren. Mit einem geplanten Investitionsvolumen von mehr als 6,2 Milliarden Euro und mindestens 29.000 Arbeitsplätzen entsprechen die Zahlen in etwa dem Vorjahr.

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Iran: DIGK hofft auf weitere wirtschaftliche Öffnung nach Wiederwahl Rouhanis

 

(dihk.de) Nach dem Sieg von Amtsinhaber Hassan Rohani bei den iranischen Präsidentschaftswahlen am Wochenende rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit einer weiteren Verbesserung der deutsch-iranischen Handelsbeziehungen.

"Mit der Wahl haben sich die Iraner mehrheitlich für den Weg der wirtschaftlichen Öffnung ihres Landes entschieden", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier der Nachrichtenagentur dpa. "Aus Sicht der deutschen Wirtschaft ist das ein hoffnungsvolles Zeichen."

Denn der Blick auf die Zahlen stimme positiv; das deutsch-iranische Handelsvolumen habe in den vergangenen Monaten stetig zugelegt. Die deutschen Exporte seien 2016 um 25 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gestiegen und hätten im ersten Quartal 2017 nochmals um 40 Prozent zugelegt. Auch bei den Einfuhren aus dem Iran habe ein Plus von mehr als 10 Prozent gegeben.

"Insbesondere der Maschinen- und Anlagenbau, die Petrochemie und die Automobilbranche können vom Geschäft mit dem Iran profitieren", betonte Treier. "Mittelfristig ist ein Exportvolumen von 5 Milliarden Euro realistisch."

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Daimler investiert 250 Millionen US-Dollar in Russland

 

(RT Deutsch) Der deutsche Autobauer Daimler hat sich für eine Investition in Höhe von 250 Millionen US-Dollar in der Region Moskau entschieden. Ab 2019 sollen alle Automobile der Premium-Klasse für den russischen Markt auch in Russland produziert werden.

Der deutsche Automobilhersteller Daimler wird 250 Millionen US-Dollar in ein Montagewerk in der Metropolregion Moskau investieren. Das geht aus einer Stellungnahme des russischen Industrieministeriums hervor. "Russland ist ein strategisch wichtiger und sich schnell entwickelnder Markt für Mercedes-Benz", begründete Mercedes-Benz-Vorstandsmitglied Markus Schäfer die Entscheidung.

Die Produktionsanlage wird Autos der Premium-Klasse herstellen. Das Werk soll bis 2019 in Betrieb gehen. Daimler wird die Karosserie-Herstellung, Montage, Lackierung und Logistik von Fahrzeugen für den russischen Markt komplett nach Moskau verlegen. Der deutsche Hersteller wird in weiterer Folge Mercedes-Autos der Klassen S, E, ML, GL und A in Russland bauen.

Da der Produktionsrückgang an Erdöl in Saudi-Arabien stärker ausfiel als in der Russischen Föderation, stieg Russland Ende des Vorjahres zum weltgrößten Produzenten auf.

Gemäß dem Vertrag garantiert Daimler die Investition von mindestens 250 Millionen US-Dollar in das Projekt. Der Investitionsvertrag wurde auf neun Jahre unterzeichnet. Der Start des Werks ist für 2019 geplant. Die Produktionskapazität der Anlage wird die Herstellung von rund 20.000 Autos im Jahr umfassen. Das Projekt wird mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen", informierte das russische Industrieministerium in einer amtlichen Mitteilung.

Russland wird auf dem Wege einer staatlichen Unterstützung zum Erfolg des Projekts beitragen und ein günstiges Steuerumfeld bieten, fügte das Ministerium hinzu.

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